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FAQ Häufig gestellte Fragen

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FAQ Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen:

Mit freundlicher Genehmigung von Thomas Röh, Pitogue-Turismo


Themen unserer Reiselektüre "Träume und Wahrheiten", Teil 1:
1. Das Leben in Paraguay ist so günstig
2. Geschenkt ist noch zu teuer
3. Da kann ich dann schon irgendetwas arbeiten
4. Da brauche ich nicht viel zum Leben
5. Ich suche Schutz und Landsmannschaft anderer Deutscher
6. Meine Einwanderungsdokumente mache ich selber
7. Second Life
8. In Paraguay trennen sich viele Paare
9. Euphorie und Naivität schlagen Hirn und Skepsis
10. Betrogen?
11. Licht und Schatten
12. Eine Frage der Ehre

Themen unserer Reiselektüre "Träume und Wahrheiten", Teil 2:
13. INDERT- oder IBR- oder Fiscal-Land
14. Unter Geiern
15. Drogen - Honi Soit Qui Mal Y Pense

Themen unserer Reiselektüre "Träume und Wahrheiten", Teil 3:
16. Verwalter gesucht - Freiwillige vor!
17. Paraguayische Frauen
... weitere Themen folgen ...


Und los geht's:

1. Das Leben in Paraguay ist so günstig

Falsch. Ist es eben nicht. Man sollte sich davor hüten, die Preise hier vor dem Hintergrund des Euro-Einkommens zu bewerten, das mit der Übersiedlung nach Paraguay in vielen Fällen versiegt oder vom aktuellen Umtauschkurs abhängig ist.

Die allermeisten Sachen hier sind im Verhältnis zum Einkommen (manchmal sogar absolut), und so muss man das realistischerweise betrachten, erheblich teurer als in Deutschland.
Der Mindestlohn beträgt hier beispielsweise 1.824.055 Guaraníes pro Monat, und nur wenige bekommen den, wenn sie überhaupt ein Einkommen haben.

Ein Liter Diesel kostet etwa 5.600 Guaraníes (1,12 EUR), Super ca. 7.200 Gs (1,44 EUR). Ins Verhältnis gesetzt wäre das in Deutschland bei einem Netto-Einkommen von 2.750 Euro ein Diesel-Liter-Preis von knapp 8,75 Euro. Zahlen Sie soviel? Ein Kilo Tomaten: 6.000 Gs bzw. (im Verhältnis) 9,40 Euro, 1 Liter Milch umgerechnet 4 Euro.
So muss man die Preise vergleichen. Alle anderen Vergleiche hinken, und man macht sich etwas vor.
Gravierender noch bei Strom (250.000 Gs/ca. (gewichtet) 390 Euro für eine normale Wohnung auf deutschem Standard mit Klima, PC, Gefrierkombi, Warmwasser, etc.) oder Kleidung (von ... bis, aber 400.000 Gs bzw. - gewichtet umgerechnet ca. 625 Euro für eine schöne Jeans und 150.000 Gs. und entsprechend 235 Euro für Kinderschuhe aus Argentinien oder Brasilien sind keine ungewöhnlichen Preise; man kauft i. d. R. auf Raten, die dann hin und wieder auch gezahlt werden.)

In diesem Zusammenhang paßt sehr schön, daß der 15. Geburtstag paraguayischer Mädchen wie eine kleine Hochzeit gefeiert wird. Wer nicht gerade auf dem Lande wohnt und sich in gewisser Weise der Gesellschaft zugehörig fühlt, schenkt a) ein Auto (ab 25.000.000 Gs/(gewichtet) knapp 40.000 Euro, absolut immerhin noch 5.000 Euro; eine Feier mit allem Drum und Dran (etwa der gleiche Preis) oder eine organisierte Reise von speziellen Anbietern ins Disneyland in Florida mit anschließendem Badeurlaub auf den Bahamas (das kostet dann noch einen Tick mehr).

Sie brauchen nicht nachschauen... wir reden von Paraguay. Gewöhnen Sie sich schon einmal an diese Gegensätze und Widersprüche! Wir wohnen in Villarrica, und hier ist das so. Sicher ist aber auch, dass Kinder, die entsprechend erzogen werden oder gar selbst schon mitarbeiten, diese Ansprüche nicht stellen.

Als Lehre daraus sollten Sie sich davor hüten, Ihr Kapital vorschnell zu investieren und lieber haushalten, die hiesigen hohen Zinsen von bis zu 16% (bei ebenfalls hoher Inflation von offiziell 7-8%) nutzen oder das Geld einfach bunkern, abwarten, lernen und anschliessend bewusst und ruhig agieren.

2. Geschenkt ist noch zu teuer

Exemplarisch für diese falsche Vorstellung ist, dass viele Urlauber nach Paraguay kommen und erwarten, dass hiesige Geschäftsleute sie umsonst bedienen. Preise insbesondere hart arbeitender deutscher Anbieter (ich rede nicht von Anbietern überteuerter Immobilien) werden hinterfragt, als überhöht kritisiert, die realen Kosten der Dienstleistungen und das unvergleichbar erhöhte Geschäftsrisiko bei niedrigen Erträgen gar nicht begriffen.

Einwanderungsberatung, Immobiliensuche, Besichtigungstouren, Abhol- oder Bringservice, Einkaufshilfe, Kontakt- und Know How-Vermittlung, Übersetzungen, technischer Rat,.... umsonst bitteschön!

Bekommt man das auf Mallorca oder in der Türkei auch umsonst? Oder in Spanien oder in Thailand? Eben! Man würde es nicht erwarten und auch gar nicht auf die Idee kommen, dass es so sein könnte.

Und auch hier wird nur mit Wasser gekocht! Ohne soziales Netz, Kurzarbeitergeld, Schlechtwettergeld, Krankengeld, ohne BU-Versicherung, ohne Hartz IV, ohne Kindergeld - zu 100 % eigenverantwortlich und das mit Stolz.

Die Leute, Deutsche oder Nichtdeutsche, die hier wohnen und arbeiten, um ihre Familien zu ernähren, sind freundlich und leistungsbereit. Allerdings haben sie eine Gewinnerzielungsabsicht (wie Sie in Ihrem regulären Arbeitsumfeld) und nicht nur das Bestreben, dem Neuzuwanderer oder Urlauber alle Probleme abzunehmen. Ich halte das für legitim.

Glauben Sie bitte nicht, ich übertreibe hier. Sie würden nicht für möglich halten, was man so alles erlebt...

Es gibt in Kommentaren zum Bauvertragsrecht in Deutschland amüsante Zitate zur "Schenkungsvermutung der deutschen Bauwirtschaft".

Hier in Paraguay kämpfen wir einen ungleichen Kampf gegen die "Schenkungsvermutung" potentieller Neuzuwanderer und selbsternannter "Kenner" Paraguays.

(Etwas Zynismus sei erlaubt, ... muss ja mal gesagt werden zur Ehrenrettung vieler Deutscher, die hier bei vollem Eigenrisiko etwas aus dem Boden stampfen und sich jeden Tag hart ihr Geld verdienen...)

3. Da kann ich dann schon irgendetwas arbeiten

Selten so gelacht! Was denn? Paraguay ist ein tolles Land, liebenswert, mit phantastischen Menschen. Paraguay hat aber fast keine Industrie. Es hat einen sehr kleinen Binnenmarkt mit etwa fünf Millionen Menschen, von denen sicher mehr als die Hälfte kein geregeltes Einkommen haben. Ein weiterer Teil lebt an oder unter der Armutsgrenze. Paraguay ist ein reines Agrarland, das zudem noch von findigen Brasilianern und Mennoniten dominiert wird, was den Getreideanbau, die Milch- und Viehwirtschaft betrifft.
Handwerksarbeiten werden i. d. R. innerhalb der Familie vergeben oder selbst erledigt. Wo, bitteschön, sieht ein Bankangestellter, Chemiefacharbeiter, Lehrer, CNC-Dreher, usw. hier eine Lücke für einen nachhaltigen Lebenserwerb?

So, das war hart, aber die Richtung stimmt.

Wer sich hier seinen Hobbys widmen möchte oder sich selbst finden, aussteigen, Selbstversorger versuchen, seinen Lebensabend mit einer Pension verbringen, der ist hier richtig und wird glücklich werden.

Es ist zwar korrekt, dass es hier auch Beispiele von erfolgreichen Existenzen gibt, aber die basieren alle auf sehr harter Arbeit, Kapitaleinsatz, Knowhow, Beziehungen und Selbstbeschränkung.

Viele Deutsche, i. d. R. keine Profis, betreiben gutgehende Restaurants, andere arbeiten in Nischen mit Ziegenprodukten, Räucherwaren, Brotwaren, usw.

Diese "naheliegenden" Bereiche sind aber abgedeckt, so dass eine Geschäftsidee schon sehr gut sein muss, um nicht am Ende einen weiteren Immobilienverkäufer hervorzubringen, ohne, dass ich diesen Berufszweig diskreditieren möchte. Es ist nur so, dass ein kleiner Markt nur eine gewisse Anzahl an Immobilienhändlern verträgt.

Warum meinen Sie, ist es wohl so, dass von den in der Kolonie Independencia vor kurzem noch existierenden sieben Restaurants drei geschlossen haben und mindestens eines zum Verkauf steht? Warum sucht eine Bäckerei mal wieder einen neuen Besitzer? Das nennt man Marktbereinigung, und es sollte Ihnen eine Warnung sein, rosaroten Träumen nachzuhängen, dass man mit einer Cocktail-Bar DEN Hit landen könnte (war übrigens mal unsere eigene naive Idee...)

Für gelernte Handwerker, die Qualität abliefern und ein ins Gefüge passendes Einkommen ansetzen, sehe ich dagegen gute Chancen, dass sie sich den Lebensunterhalt verdienen können.

Das Thema ist weitläufig, und es sprengt den Rahmen, es an dieser Stelle noch weiter auszuführen. Auf Wunsch beraten wir Sie jedoch individuell und im Detail.

4. Da brauche ich nicht viel zum Leben

Man kann sagen, dass ein Ehepaar, ggfls. auch mit Kleinkind, hier durchaus normal und gut von 6,5 Millionen Guaraníes leben kann. Das ergibt bei einem Umrechnungskurs von aktuell (15.03.2014) ca. 5.800 Gs pro Euro einen Betrag von 1.120 Euro pro Ehepaar oder 560 Euro pro Erwachsener.

Normal leben heißt für mich, dass man regelmäßig zu Hause kocht und ißt, hin und wieder mal ein Restaurant besucht und im übrigen so lebt, wie normale Leute der Mittelschicht in Deutschland auch. Kein Luxus aber gehobenes Niveau. Sie können natürlich auch mit weniger auskommen, nähern sich dann aber einem Niveau und Lebensgefühl an, daß normale Mitteleuropäer nicht als anstrebenswert empfinden.

Enthalten in unserem Ansatz sind alle Einkäufe für Küche und Bad, Miete, Strom, Wasser, Kontoführung, Telefon, Kabel-TV, Internet, Kreditkarten, Lebens- und Unfallversicherungen in Deutschland, Krankenversicherung, Medikamente, Autosteuer, -versicherung, -reparaturen, Treibstoffe, Freizeit, Kleidung, Restaurantbesuche. Jetzt alle Einzelpreise aufzuführen, würde zu weit führen und wenig bringen, oder wissen Sie aus dem Kopf, was ein Pfund Paniermehl in Deutschland kostet?

Ein weiteres Kind würde durch Mehrkosten inkl. Krankenversicherung, Schulkosten (Privatschule, Uniform, Schultransport, Bücher, etc.), Kleidung, usw. mit etwa 1 Million zu Buche schlagen.

Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, eine Haushaltshilfe einzustellen, so müssen Sie da je nach Ausgestaltung der Vereinbarung mittlerweile auch ca. 600.000 - 800.000 Gs pro Monat (6-Tage-Woche) plus Weihnachtsgeld plus bezahlten Urlaub ansetzen, wenn Sie nicht Gefahr laufen wollen, einer Arbeitsrechtsklage, die Sie verlieren werden, Tür und Tor zu öffnen; bei Gestellung von Zimmer und Verpflegung entsprechend weniger.

Ein Gärtner kostet zwischen 30 und 40.000 Gs pro Tag. Vorsicht mit dem Arbeitsrecht! Im Arbeitsrecht gilt in Paraguay bei nachgewiesenem Arbeitsverhältnis die Beweislastumkehr. Der Arbeitgeber muß nachweisen, daß die Klage des Angestellten unbegründet und die Anschuldigungen falsch sind. In weit über 90 Prozent der Fälle verliert der Arbeitgeber bei Arbeitsrechtsprozessen und zahlt neben seinem eigenen Anwalt den - herabgesetzten - "Anspruch" des Klägers und ggfls. auch dessen Anwaltskosten zzgl. Prozeßkosten.

Die Preise des täglichen Lebens steigen seit Jahren stark an, so daß man nicht sklavisch an den genannten Richtwerten festhalten sollte. Saisonbedingt gibt es auch Preisrücksetzer, aber die Tendenz zeigt eindeutig nach oben, so daß Sie Ihr monatliches Budget mit ausreichend "Luft" kalkulieren und nicht schön rechnen sollten.

Ein extrem wichtiger Punkt ist in diesem Zusammenhang der Wertverfall des Euros und die sich daraus ergebenden Nachteile bei Leuten (Rentnern), die von diesem Transfer-Einkommen leben!

Damit Sie wissen, was ich damit meine: als ich nach Paraguay kam, war der gerade eingeführte Euro noch ca. 8.200 Gs. wert. Zwischenzeitlich waren wir bei knapp 5.000 Gs/1 Euro, und momentan stehen wir bei etwa 5.800 Gs. Wenn Sie also am Anfang bei 1.000 Euro Rente noch 8,2 Millonen Gs bekamen, erhalten Sie jetzt ca. 5,8 Millionen Gs. Das sind immerhin fast 30 (!) Prozent weniger. Ich glaube nicht, daß die jährlichen Rentensteigerungen da mithalten. Wenn man da am Anfang bereits alle Reserven eingesetzt hat, dann wird es jetzt eng.

5. Ich suche Schutz und Landsmannschaft anderer Deutscher

Eigentlich naheliegend. Andererseits - rückblickend betrachtet - naiv. Auch dieses Thema ist weitläufig, so daß ich mich auf ein paar wenige Punkte beschränken will.

Paraguay ist ein atemberaubendes Land, viel größer als Deutschland, und die "deutschen" Siedlungsgebiete machen einen winzigen Teil aus. Warum sollte ich mich, ohne das Land bereist zu haben, darauf festlegen, Grund und Boden (teurer als anderswo) kaufen und mich in den Kreis integrieren, aus dem ich eigentlich doch ausbrechen wollte?

Wenn Sie sich in Paraguay integrieren wollen, meiner Ansicht nach die Basis für ein glückliches Leben hier, und wenn Sie über die Zugehörigkeit zum Deutschen Skatclub, dem Deutschen Sportverein und dem Kegel- oder Tennisverein hinausgehen wollen, dann wäre es vermutlich angebrachter, in einer Region zu siedeln, wo man mehr unter Paraguayern ist. Auch der Sprache und der kulturellen Integration ist das ganz sicher zuträglicher.

Wer erst einmal erfahren hat, daß man in Independencia eigentlich auch ohne ausländische Sprachkenntnisse zurecht kommt, der wird träge und lernt weder Spanisch noch Guaraní. Damit verschließen sich dann aber auch Türen zum wirklichen paraguayischen Leben mit seinem Zauber, seinen Anekdoten und Fabeln, seinen Festen, seiner Religion, seinen Witzen, ...

Es gibt den Spruch "Hüte Dich vor Sturm und Wind und Deutschen, die im Ausland sind." Wenn Sie der Ansicht sind, in Paraguay eine eingeschworene Landsmannschaft vorzufinden, die Ihnen beim Start Halt gibt und Ihre Projekte, Geschäftsideen und Ihren Erfolg unterstützt, fördert und mitträgt, dann muß ich Ihnen leider sagen, daß Sie sich von diesen Hoffnungen möglichst schnell verabschieden und wieder auf den Boden der Tatsachen kommen sollten.

Wenn Sie bei Ihrer Geschäftsidee oder für Ihr Einkommen in Paraguay auf hier lebende oder neu zuwandernde Landsleute vertrauen, dann wackelt Ihr Geschäftsmodell bedenklich. In der Regel werden Sie dagegen bestenfalls auf Zurückhaltung treffen, häufiger auch auf Mißgunst, Neid und Schadenfreude, wenn Ihr Start nicht ganz so reibungslos abläuft. Wer gibt auch schon gern zu, daß er selbst nichts auf die Beine bekommt, sich total verkalkuliert hat oder gescheitert ist. Da kann und darf es einfach nicht sein, daß der Nachbar oder Neuling mit seiner Idee und seinem Einsatz Erfolg hat. Ist ja auch nicht schön, weiterhin als häßliches Entlein dazustehen, während nebenan der schöne Schwan heranwächst. Zudem ist es bedeutend einfacher, Ideen und Investitionen anderer kaputt zu reden, lächerlich zu machen oder ganz offen zu sabotieren (Blogs sind übrigens ein tolles Instrument dafür), als selbst etwas Beständiges und Schönes zu schaffen. Ein Podium dafür findet sich immer, wenn man weit genug unten fischt.

Ich meine damit ausdrücklich nicht die sogenannten Kolonisten, Deutschstämmige, die seit Generationen hier leben, i. d. R. Land- und Viehwirtschaft betreiben, die paraguayische Mentalität und Lebensweise verinnerlich haben und über die Jahrzehnte feste Bindungen untereinander aufgebaut haben. Diese ähneln in ihrem Auftreten und Konsumverhalten glücklicherweise eher unseren paraguayischen Gastgebern.

Sind Sie etwa stolz auf Ihre Arbeit, Ihr Vorankommen, Ihren Einsatz unter erschwerten Bedingungen oder andere Sekundärtugenden, und wollen Sie das mitteilen, die Freude daran teilen? Tun Sie das lieber nicht. Facebook kann teuflisch sein. Ich kenne Leute, die das aus einem Impuls heraus unvorsichtigerweise getan haben, vielleicht auch als Leitfaden für andere, die vor ähnlichen Problemen stehen oder einfach, um sich selbst zu motivieren. Vielleicht ernten Sie dafür sogar etwas lauen Zuspruch.

Viel wahrscheinlicher, so gut wie sicher aber ist, daß Ihre Texte auf Rechtschreibfehler, Ihre technischen Erklärungen auf den Sachverstand untersucht werden (dafür wird dann auch gern mal gegoogled), der legale Erwerb der eingesetzten finanziellen Mittel oder generell Ihre Motive für soviel "Protzerei" öffentlich (Facebook) hinterfragt werden. Viele Gestrandete, Gescheiterte und Enttäuschte werden Ihre Freude an der eigenen Leistung und am erarbeiteten Erfolg als Finger in der Wunde und anmaßenden Angriff auf die eigene Unzulänglichkeit in puncto Aufbauarbeit verstehen. Um die Ecke gedacht? Na, dann probieren Sie es doch einfach einmal. Sie können bei FB sehr gut verfolgen, wie sich der Ton der Kommentare ändert.

6. Meine Einwanderungsdokumente mache ich selber

Ja. Sicher. Viel Spass dabei!

Die Antragstellung ist nicht geheimnisvoll oder schwierig. Sie ist lediglich mühsam, weil mehrere verschiedene Behörden aufgesucht werden müssen und es keinen "Laufzettel" gibt, an dem man sich orientieren könnte.

Die Art der geforderten Dokumente und deren Aufmachung ändern häufig und ohne Vorankündigung. Da kann auch die Deutsche Botschaft nicht helfen.

Außerdem muß man sich in der Regel auf längere Wartezeiten einrichten.

Insbesondere, wenn man mit dem Verfahren nicht vertraut ist, wird man manche Amtsstube häufiger aufsuchen müssen, bevor man den Anforderungen an Form der Antragstellung und Art und Aufmachung der beizubringenden Dokumente genügen kann.

Der Prozeß der Beantragung kann zwischen einem Tag und einer Woche dauern, je nachdem, wie gut man sich auskennt und vorbereitet hat. Selbstverständlich ist es unerläßlich, die Landessprache fließend zu beherrschen.

Für Kinder ist dieser Prozeß sehr anstrengend, aber sie müssen leider mit, da Fingerabdrücke genommen, Fotos gemacht und Unterschriften geleistet werden müssen.

Da ist es schon besser, wenn alles sauber vorbereitet wird und man persönlich lediglich zu den Fototerminen und zum Leisten der Unterschriften erscheinen muß, was dann vielleicht einen halben Tag in Anspruch nimmt.

Die Beantragung der paraguayischen Dokumente durch den Neueinwanderer selbst wird sicher langwieriger und in der Regel kostspieliger als die Einschaltung eines fair abrechnenden Mittlers, denn es geht ja nicht nur um die Kosten der Dokumente selbst. Hinzu kommen Hotelkosten, Restaurant-Besuche, eventuell mehrere Anreisen, Taxi-Fahrten und ggfls. erhebliche Kosten für Dokumente, die aus Deutschland nachträglich beschafft werden müssen, weil sich mal wieder Bestimmungen geändert haben.

Weiterhin verfällt die Gültigkeit mancher Dokumente im Verlauf des Bearbeitungsprozesses, und man muss diese dann neu beschaffen und einreichen, was durchaus zu erheblichen Problemen und Kosten führen kann.

Wer das alles weiß und kann, mag diesen Weg gehen. Allerdings unterstelle ich, dass in den allermeisten Fällen die tatsächlichen Kosten über denen eines professionell arbeitenden Einwanderungsberaters liegen werden, was man aber natürlich nie zugeben wird!

Es gibt mittlerweile Einwanderungsberater in Hülle und Fülle. Eine Handvoll arbeitet seit Jahren in der Branche und ist äußerst professionell und seriös. Wen wir empfehlen? Uns! Wen denn sonst? Schauen Sie auf unserer Webseite doch bei Interesse gern mal in die entsprechende Rubrik unter Info-Bausteine

Dann gibt es noch die Sparte "Trittbrettfahrer" und "Abzocker", die, angelockt von angeblich großen Gewinnmargen mit ihrem radebrechenden Spanisch ahnungslose Touristen mit scheinbar günstigen Angeboten locken, die reale Gebühren und unbestreitbaren Aufwand völlig ausblenden, bis die gutgläubigen Auftraggeber merken, daß nach der Anzahlung gar nichts mehr passiert, die Dokumente verschwunden sind, sie keine Rückmeldungen mehr bekommen, ihre "Experten" auf "unvorhersehbare Probleme" stoßen oder jede Menge zweifelhafte Nebenkosten auftreten, ...

Ich selbst bin schon mehrfach angesprochen worden, in solchen Notfällen dann den Karren aus dem Dreck zu ziehen, Hilfestellung und Tipps zu geben.... (umsonst bitteschön)

Mein Mitleid hält sich in solchen Situationen in engen Grenzen, denn es gibt genügend Möglichkeiten, sich vorher zu informieren und die Spreu vom Weizen zu trennen. Manch einer ist aber "so gut informiert", daß er die jahrelange Erfahrung der Spezialisten in den Wind schlägt oder aber (s. oben) die dafür geforderten Gebühren für übertrieben hält.

Geiz ist geil? OK, aber bitte hinterher nicht jammern!

7. Second Life

Paraguay hat schon seinen Reiz. Es ist schwer zu beschreiben, was den vielen Zuwanderern hier so gefällt, daß sie hier wohnen wollen, denn es gibt unübersehbar viele Probleme, die wir hier mal lieber nicht weiter besprechen wollen.

Recht treffend – zumindest habe ich bisher keine bessere Definition gehört – beschreibt ein ehemaliger Gast und Freund sein Heimweh nach Paraguay: “ein unaufhaltsam anwachsendes Gefühl, wie ein melancholisches Liebeslied”. Danke Axel!

Unter anderem – das haben wir schon gesehen – verleitet der Zauber Paraguays dazu, Vorsicht, Bildung und Menschenverstand der Einfachheit halber durch blinde Naivität zu ersetzen. Fast wie im Himmel: man sieht nur das Gute im anderen. Ist ja auch eine lobenswerte Einstellung, wenn sie denn nur erwidert würde. Obwohl.. auch der “Angesprochene” sieht das Gute im Neuzuwanderer: sein Geld.

Diese vorübergehende Trunkenheit erinnert an eine richtige Sause, wo man mit Gott und der Welt Brüderschaft trinkt, während die Nüchternen nur amüsiert die Köpfe schütteln, bis am nächsten Morgen neben dem Blackout der Kater kommt und der bange Blick, wer denn nun wohl neben einem im Bett liegt.

So, liebe Leute, geht es – im übertragenen Sinne natürlich – hier sehr, sehr vielen lieben Menschen, die eigentlich nur in Frieden hier leben möchten und zu aufgeschlossen auf die vielen Hilfsangebote eingehen. Zumindest, wenn man von gestern noch Unbekannten die Worte "billiger", "gratis" oder "Freundschaftspreis" hört, sollte man doch mißtrauisch werden!

Ein weiteres interessantes Phänomen ist, daß sich hier wie in einem Schmelztiegel der Geschichte neben langweiligen “Normalsterblichen” auch jede Menge Ufologen, Anhänger von Erzengeln, Neonazis, Waffen-Freaks, frustrierte Banker, Holocaust-Leugner, Steuerhinterzieher, Chemtrail-Flüchtlinge, Ex-Fremdenlegionäre, Spanien-Rückkehrer, Weltuntergangspropheten, Verschwörungstheoretiker, Neurodermitis-Kranke (und hier -Geheilte), Katzenfreunde und Goldsucher zusammenfinden.

Paraguay als neues Land der unbegrenzten Möglichkeiten, multi-kulti ohne Grüne, der wirklichen Meinungsfreiheit und der gesicherten Abendunterhaltung, wenn man die Toleranz mitbringt, sich auch einmal unbequeme oder unorthodoxe Meinungen anzuhören.

In Deutschland würde dieses Spektrum an Extremen wohl mit Demos und Gegendemos, Kopftuchverbot, Klagen wegen Volksverhetzung und Versammlungsverbot enden. Hier mit ein paar Bierchen, harten Macho-Sprüchen, dem Vergleich von Tatoos, Augenverdrehen und der Freude über die Meinungsvielfalt.

Wenn Sie mal Spaß haben wollen, fragen Sie Ihren Gesprächspartner nach seiner Vergangenheit, vor seinem neuen Leben in Paraguay. Sie werden sich wundern, wieviele Geschäftsführer von Unternehmen mit Filialbetrieben, Banker, Prokuristen, Künstler, Sicherheitsexperten, KSK-Einsatzkräfte und dergleichen sie hier finden. Daß Deutschland einen derartigen Abfluß an Führungkräften verkraftet, haut einen schlicht um. Ich jedenfalls habe noch nie mit einem Maurer, einem Obstverkäufer oder einer Sekretärin gesprochen, es sei denn, wir kannten uns schon vor Beginn der neuen Identität.

Mein Bruder, Creme28, erzählte mir einmal von einem süchtig machenden, ehegefährdenden Online-Spiel, “Second Life”, wo man neue Identitäten annehmen kann und sogar flirten. Hier ist “Second Life”, aber live und zum Anfassen!!

8. In Paraguay trennen sich viele Paare

Heikles Thema. Hier ein paar gesammelte, nicht repräsentative Meinungen:

"In Paraguay werden die Karten neu gemischt. Viele Partnerschaften, die hier enden, Hand aufs Herz, waren auch in Deutschland nicht mehr das Gelbe vom Ei."

"Woran liegt es denn, daß viele deutsche Männer den paraguayischen Frauen hinterher schauen? Reiner Instinkt und Schwärmerei für alles Schöne! Meist beschränkt es sich ja darauf, aber einige gehen in die Tiefe, haben Verhältnisse, paraguayische Freundinnen, einige wenige auch paraguayische Ehefrauen."

"Hier ist der Wettbewerb härter! Die paraguayischen Frauen sind eben noch weiblicher. Sie sind nicht unbedingt alle hübsch, auch nicht alle superschlank, aber sie sehen noch wie Frauen aus! Ein völlig neues Lebensgefühl! Sie tragen ihr Haar, wie Männer sich die Haare der Frau wünschen: lang! und nicht wie Demi Moore in Die Akte Jane!"

"Paraguayische Frauen tragen figurbetonte, modische Kleidung, und sie wissen sich anmutig zu bewegen. Sie tragen RÖCKE, auch kurze!! Deutsche Frauen wissen vermutlich gar nicht mehr, wie die aussehen oder wo es die gibt."

"Hosen, weite Pullis und Strumpfhosen sind eine tolle, praktische Erfindung, aber hier sprechen wir doch vom Wettbewerb weiblicher Reize und dem Vermögen, das Tier "Mann" in einer Konkurrenzsituation zu halten. Mit Latzhose, kurzen Haaren, Jesus-Latschen und Katze auf dem Schoß kommt man nicht mal aus dem Startblock!"

"Paraguayische Frauen sind witzig, unterhaltsam und selbstbewusst, aber sie haben auch kein Problem damit, in die Rolle der Hausfrau zu schlüpfen, zu kochen, zu putzen, die Kinder zu versorgen, den Mann zu verwöhnen, ihm ein Heim zu bieten und in dem Glauben zu lassen, er wäre der Herr im Hause. Nein! Ich bin kein Sexist!!"

"Ich behaupte, mancher Mann hier, er mag es zugeben oder nicht, schmückt sich mit seiner paraguayischen Gefährtin wie mit einer hübschen Feder. Am Anfang jedenfalls. Später betrügt sie ihn vielleicht, raubt ihn aus oder heiratet ihn. Dann kehrt auch da die Normalität ein, aber nicht so wie in Deutschland!"

"Die letzte Blondine mit tollem langen Haar, die ich in Deutschland sah, war ein Mann!"

Ein schwieriges, emotionsgeladenes Thema, das sicher von der individuellen Lebenssituation und Beziehungstiefe abhängt. Ob das Trennungsrisiko in Paraguay größer, die Trennungsbereitschaft höher ist, die einheimischen Frauen sexier sind, die deutschen Männer hier ihren zweiten Frühling fühlen?

Ich persönlich vermute, aber das ist meine ganz persönliche Meinung, dass wir auch hier das Phänomen der Realitätsverweigerung sehen, wo mancher Mann dem Irrtum aufsitzt, die attraktive Frau Anfang zwanzig an seiner Seite fahre auf seine Halbglatze, den Bauchansatz, die Erotik des Rentenalters und sein holpriges Spanisch ab.

Gleichzeitig scheint mir Paraguay, hier als Synonym für jeden Neuanfang mit Aufbruchstimmung, Schwung und Euphorie irgendwo auf der Welt, so eine Art "Katalysator" zu sein, der Entwicklungen verstärkt und akzentuiert und damit auch Beziehungen sich schneller entwickeln läßt, in die eine wie die andere Richtung.

Also sollte man für das Scheitern des einen oder anderen in beruflicher, finanzieller oder privater Hinsicht nicht vorrangig die Schuld in Paraguay suchen sondern zunächst einmal unvoreingenommen die eigenen privaten Verhältnisse daraufhin durchforsten, was da in den letzten Jahren so alles unter den Teppich gekehrt, beschönigt oder einfach ausgeblendet wurde.

Ketzerisch könnte man sagen: wenn Sie hier Ihren Mann oder Ihre Frau loswerden (auch das gibt es!), dann seien Sie doch froh, denn diese Beziehung hätte in einer Notsituation doch sowieso versagt! So haben Sie zumindest beizeiten die Chance auf einen Neuanfang und müssen mit dem Schnösel nicht auch noch alt werden!

Was mich andererseits auf die Palme treibt, ist die häufig von i. d. R. erst seit kurzem in Paraguay wohnenden Deutschen ungefragt geäußerte weltmännische Meinung, daß in Paraguay doch sowieso jede (wohlgemerkt: jede) Frau käuflich sei.
Ja, was soll man dazu noch sagen? Zumal, wenn man selbst mit einer tollen paraguayischen Frau seit Jahren glücklich verheiratet ist?
Man kann sich vor so viel Weisheit entweder nur noch verneigen oder zu bedenken geben, daß der, der sich mit Dreck umgibt und für ein paar Guaraníes im Puff-Milieu suhlt, kaum einen anderen Eindruck gewinnen kann.
Derbe Worte, aber ich denke, diese sind bei soviel Arroganz und pauschaler Geringschätzung angebracht.
Einige Leute sollten sich fragen, warum sie eigentlich hier sind und ob sie nicht besser wieder in ihre Heimat zurückkehren sollten, wo doch alles so perfekt ist. Vermutlich, weil sie auch in ihrer Heimat schon unerwünscht waren.
Bei mir jedenfalls rufen solche Kommentare ein spontanes Ekelgefühl hervor, und ich breche den Kontakt zu solchen Leuten rigoros ab. Das kann kein Verlust sein!

9. Euphorie und Naivität schlagen Hirn und Skepsis

Würden Sie in Deutschland einen Hauskaufvertrag unterzeichnen, den Sie nicht gelesen bzw. verstanden haben, den ausgerechnet der Verkäufer Ihnen "interpretieren" will?

Würden Sie einer Urlaubsbekanntschaft, über die sie nichts wissen, Tausende von Euros ins Ausland überweisen, damit diese für Sie vorbereitend Aufträge erteilt, Zahlungen tätigt, investiert - ohne wasserdichte Verträge und Sicherheiten?

Würden Sie das Kapital Ihrer Familie in ein Traumhaus investieren, bevor Ihnen das Baugrundstück gehört (s. auch Punkt 13)?

Nein?

Hier in Paraguay ist das bei Neuzuwanderern durchaus nicht selten.

Verstehen Sie das? Müssen und sollten Sie auch nicht!

Es ginge doch nicht anders? Aber natürlich geht es anders und sicher!

Man könnte wirklich meinen, die Einfuhr des eigenen Gehirns nach Paraguay wäre verboten, und es müsse an der Grenze abgegeben werden.

Manche haben Glück mit dieser absolut unangebrachten Gutgläubigkeit oder Naivität, viele haben aber auch kein Glück, bezahlen für die Missachtung jeglichen gesunden Menschenverstandes, verlieren ihr Geld und klagen, ohne Sprachkenntnisse, ohne Kenntnis des Rechtssystems, ohne große Aussicht auf Erfolg, häufig auch noch, um zu allem Überfluß einem korrupten Anwalt in die Hände zu fallen (in Villarrica soll es etwa 1900 (!!) Anwälte geben, viele sehr professionell und seriös, viele aber auch ohne Aufträge und ohne Aussichten).

Wenn Sie Paraguay eine Reise abstatten, werden Sie auf viele Leute stoßen, die eben diese Erfahrungen schmerzhaft gesammelt haben, die auf "die Falschen" gehört haben, welche anonym an irgendeinem Wirtstisch oder mittlerweile auch im Internet wie z. B. in irgendwelchen Foren oder Facebook-Gruppen sitzen und mangels anderer Beschäftigung ihr "Wissen" und ihre "Hilfe" anbieten.

In Paraguay, gerade hier, läuft Ihnen nichts davon, nur weil Sie Vorsicht walten lassen, lieber noch einmal darüber schlafen, sich absichern und eine weitere Meinung oder auch sachverständigen Rat einholen, denn das ist auch hier sehr wohl möglich, und es wird am Ende erheblich günstiger als vermeintlich wohlmeinende Ratschläge gescheiterter Raubritter.

Einige typische Fehler durch übereiltes Handeln:

- völlig überteuertes Grundstück
- anfechtbarer Kaufvertrag (s. unten)
- Kauf im Einzugsbereich einer Zuckerrohrfabrik (Geruchsbelästigung durch Faulschlamm)
- Kauf in einer Senke oder stauwassergefährdetem Gebiet
- Kauf eines Grundstücks, das nicht dem gezeigten entspricht
- Kauf eines Grundstücks, das dem Verkäufer nicht gehörte
- Kauf eines Grundstücks mit Einspruchsrechten Dritter
- Kauf eines Grundstücks ohne Notar und - bei Nichtbeherrschen der spanischen Sprache - ohne Übersetzung des Kaufvertrages durch einen neutralen, zugelassenen und eingetragenen Übersetzer mit der Gefahr, daß sich eine Vielzahl an unbekannten Bedingungen im Kaufvertrag oder Belastungen auf dem Grundstück finden
- völlig überteuerte und/oder schlechte Bauausführung
- falsche Vorstellung von den Bau-Nebenkosten wie Brunnenbau, Zufahrt, Anbindung an das E-Netz, Kosten der Umzäunung, usw.
- unvorteilhafte Nachbarschaft
- große Entfernungen zu Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, usw.
- Nichtpassierbarkeit der Zuwegung bei gewissen Wetterlagen
- ungünstige Lage oder schlechter Boden im Hinblick auf ggfls. angedachte Geschäftsidee
- usw.

Das ist übrigens kein typisch paraguayisches Risiko oder Phänomen. In Deutschland ist das genau das Gleiche mit insolventen Bauträgern und betrügerischen Zeitgenossen. Allerdings wird dort niemand derart leichtsinnig und leichtgläubig agieren wie viele es hier tun. Beispiele dafür gibt es zahlreiche.

GRUNDSÄTZLICH - lassen Sie sich da bitte von interessierter Seite nichts anderes erzählen - gilt für alle Notarverträge (Autokauf, Testament, Vollmachten, Grundstücks- und Immobilienkauf, etc.) folgendes:

Bürger, die der spanischen Sprache nicht ausreichend mächtig sind, müssen zu ihrem eigenen Schutz und damit dieser Notar-Vertrag nicht a n f e c h t b a r ist (bedenken Sie die grausame Konsequenz dieses Wortes für Ihre Zukunft und die Ihrer Familie!!), einen traductor público matriculado, also einen Übersetzer mit öffentlicher Zulassung (und entsprechendem Ausweis der Corte Suprema de Justicia) hinzuziehen, der mit dem Antragsteller und Notar den Text in der Muttersprache des Antragstellers vorbereitet, ihn anschließend ins Spanische übersetzt und mit Siegel und Namen für seine Leistung  v e r a n t w o r t l i c h  zeichnet.

Seien Sie in Ihrem eigenen Interesse mißtrauisch, wenn man Ihnen als viel günstigeren Übersetzer oder aus Zeitdruck (?) den freundlichen Nachbarn, der schon lange hier lebt, den rührigen deutsch-sprechenden Paraguayer oder gar (kein Witz!) den Vertragspartner selbst anbietet.

Grundsätzlich sind Übersetzungen von Nicht-Profis, die angeblich Geld sparen sollen, Ihre offene Flanke, denn diese haben vor Gericht keinerlei Beweiskraft, genügen nicht einmal den gesetzlichen Anforderungen, und Sie wissen nicht, wessen Interessen diese lieben Leute am Ende wirklich vertreten.
Außerdem erlangen Sie bei Rechtsgeschäften auf dieser Grundlage keine volle Rechtssicherheit, riskieren die Anfechtung, die möglicherweise sogar von vornherein geplant ist.

Schlechte Ausgangslage auch für eine spätere Beweisführung gegen Leute, die es von Anfang an auf Täuschung und Übervorteilung angelegt hatten, aber das erfahren Sie erst im Verlauf des Verfahrens, denn Ihr Anwalt will ja auch Geld verdienen und wird Ihren Auftrag nicht wegen schlechter Aussichten und hoher Kosten (für Sie) ablehnen.

Berücksichtigen Sie diese nachlesbaren Implikationen, wenn Sie den Spar-Tipps mancher "Paraguay-Kenner" folgen wollen, die nur Ihr Bestes im Sinn haben!

Die Ironie des Dramas ist, daß wirkliche, unbestechliche und fair abrechnende Fachleute, denen am Anfang mögliche Standard-Aufträge vorenthalten wurden, am Ende die Kohlen aus dem Feuer holen sollen, wobei selbstverständlich erwartet wird, daß sie

- mittlerweile verkorkste und verfahrene Situationen richten,

- rechtliche und vertragliche Fehler heilen,

- mit Mißtrauen leben können, das eigentlich die Verursacher des Dramas verdient hätten,

- mit Mindesthonoraren, Sonderpreisen und Abrechnung nach vollständig erbrachter Leistung oder gar in Abhängigkeit vom Erfolg einverstanden sind, da ja schon Unsummen den Haien ins Maul geworfen wurden und man nun schlauer sei.

Entscheiden Sie selbst, ob Sie durch Sparen am falschen Ende, ausgerechnet bei den wichtigsten und kostspieligsten Entscheidungen, beim Aufbau der Fundamente Ihrer neuen Existenz, der Sicherung Ihrer Zukunft die spätere Anfechtbarkeit der Verträge, das Risiko überraschender Klauseln oder bewußt falsche oder lückenhafte Übersetzungen juristischer und technischer Fachbegriffe in Kauf nehmen wollen.

Den entsprechenden Gesetzesartikel Nr. 390 finden Sie im Código Civil.

Das Auswärtige Amt (www.auswaertiges-amt.de) schreibt dazu in seinen länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweisen:

"Bei Immobiliengeschäften in Paraguay ist besondere Vorsicht angebracht:  Informieren Sie sich aus verschiedenen Quellen und vergleichen Sie die Grundstückspreise. Kaufen Sie nichts, was Sie nicht zuvor besichtigt haben. Prüfen Sie die Eigentumsverhältnisse vor dem Kauf ausreichend und lassen Sie sich den aktuellen Grundstückstitel vorlegen. Immer wieder werden Fälle bekannt, bei denen Land mehrfach verkauft wurde, oder es wird Land von Personen angeboten, die nicht Eigentümer sind. Grundlage für die Übertragung des Eigentums ist die sog. „escritura pública“, ein notarieller Vertrag, der zur Umschreibung des Eigentums beim Katasteramt vorgelegt werden muss. Die Durchsetzung von Rechtsansprüchen vor paraguayischen Gerichten ist häufig mühsam und selten erfolgreich. Die Botschaft empfiehlt, in Grundstücksangelegenheiten einen Rechtsanwalt oder Notar einzuschalten."


10. Betrogen?

Man liest immer wieder, dass Neuzuwanderer betrogen würden, zumeist sogar von deutschen Landsleuten. Zugegebenermassen tummeln sich in Paraguay eine Menge seltsamer Gestalten mit entsprechend zweifelhaftem Hintergrund. Aber ich persönlich denke, dass die meisten "Betrugsfälle" sich fast zwangsläufig ergeben, weil viele, nicht alle, Neuzuwanderer mit der inneren Einstellung kommen, sie wären hier Ansässigen überlegen. Man kennt alles, weiss alles, braucht im Prinzip keinen unabhängigen Rat. Man hängt sich in Projekte, von denen man nicht die geringste Ahnung hat wie z. B. Rinderzucht, Gastronomie, Aufforstung, Landwirtschaft und vertraut dementsprechend auf Muster-Rechnungen der Anbieter. Man lässt seinem Gefühl freien Lauf und forciert das Tempo, anstatt zuerst einmal die Richtung zu prüfen. Später dann erfährt man, dass andere in der gleichen Gegend für einen Bruchteil des Preises gekauft haben. Dass in dieser Gegend schlechte Anbaubedingungen für Kartoffeln herrschen, dass gerade dort der Baumwuchs unterdurchschnittlich ist, dass es bei der Rindermast viele Variablen und Unwägbarkeiten gibt, die die Rendite relativieren. OK. Und wo ist jetzt der Betrug? Wird erwartet, dass der Anbieter oder Verkäufer sein Produkt schlecht redet, die Risiken und Probleme in den Vordergrund stellt und somit die selbstverständlichen Aufgaben des Käufers oder Investors wahrnimmt? Es gibt Angebot und Nachfrage, und man kann an jeder Ecke, an jedem Haus Preise und Objekte im Angebot erfragen und sich so einen Überblick über Preise und Bedingungen verschaffen. Anschliessend nachzutreten und dem Vermittler oder Verkäufer, der in einem transparenten Markt ein gutes Geschäft gemacht hat, Betrug zu unterstellen, ist nicht immer gerechtfertigt. Aber wer gibt schon gern zu, selbst völlig übereilt, naiv, unwissend und - ja, sagen wir es doch ruhig - grosskotzig gehandelt zu haben. Wie auf der Reeperbahn. Man(n) begibt sich in Gefahr, lässt sich heiss machen, wird im Laufhaus auf die Schnelle um ein paar Hunderter erleichtert, und am Morgen danach kommt der Kater, und man unterstellt den aufreizenden Damen, die man gestern noch aus dem Milieu freikaufen wollte, unlautere Geschäftspraktiken. Etwas mehr Haltung ist manchmal angesagt und etwas mehr Mann/Frau in der Hose.

11. Licht und Schatten

Wo es Licht gibt, gibt es i. d. R. auch Schatten, und wo es viel Licht gibt, gibt es dementsprechend viel Schatten. Aufreizende junge Paraguayerinnen sind für alternde Möchtegern-Casanovas ein gefundenes Fressen. Manchmal ist es ein Arrangement: Jugend für ein angenehmes Leben. Wenn beide volljährig sind, ist da aus meiner Sicht nichts dagegen einzuwenden.
Anders, wenn die jungen Schönheiten eben nicht volljährig sind. Mir selbst, und ich bin kein besonders aufmerksamer Beobachter, sind vier Herren der Schöpfung bekannt, die besonderen Gefallen daran finden, wenn ihre Begleiterinnen "frisch und unverbraucht" sind.

Wie beim Obst auf dem Markt eben, nur widerlicher!

Die Polizei, die Behörden, die Eltern? Spielen in der einen oder anderen Form oftmals mit, solange das Geld stimmt. Wer Beweise hat, kann dies anzeigen, und möglicherweise wird der Sache nachgegangen, denn es gibt entsprechende strenge Gesetze. Sie brauchen dann nur noch Zeugen bzw. Geschädigte, die die Anklage stützen. Na, dann suchen Sie mal...

Zudem kann sich der gutmeinende Beschützer der Armen und Schwachen plötzlich und völlig unerwartet - bei i. d. R. entsprechend schwacher Beweislage und Abweisung der Anzeige - mit einer erheblich aussichtsreicheren, sehr teuren und dank Ihrer freundlichen, wenn auch unfreiwilligen, Mithilfe gut fundierten Gegenklage des Angezeigten wegen Verleumdung und übler Nachrede konfrontiert sehen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird auch bei den Leuten, die Ihre Klage anfangs aufmunternd unterstützt haben, der Gedächtnisverlust einsetzen.

Der eine spricht Schulmädchen auf dem Schul- oder Heimweg an und lädt sie auf einen Abstecher ein. Kurz und knapp und direkt. Muss ja nicht bei jeder klappen, aber bei der einen oder anderen bestimmt. Ein Bier oder zwei, dann läuft alles wie geschmiert.

Ein anderer macht einen Deal mit den mittellosen Eltern und kauft sich sein "Frischfleisch". Irgendwann wird ja auch die 18 Jahre alt, und spätestens dann ist es legal.

Ein Greis mietet sich in einem Stall ein, macht auf Fotograf und zahlt seinen blutjungen Models ein "Honorar", wobei die Höhe in Abhängigkeit von den "Modell-Qualitäten" variiert.

Professioneller wird es schon, wenn man eine Bar betreibt, wo insbesondere junge Paraguayerinnen bevorzugten Zutritt haben, wo Alkohol und Joints dann die Atmosphäre schaffen für ein ungezwungenes Beieinander.

Haben Sie schon "gekotzt"? Ich auch.

12. Eine Frage der Ehre

Die Einstellungen unserer paraguayischen Gastgeber (erlauben Sie mir in diesem Fall bitte die unzulässige Verallgemeinerung) sind, ab einem gewissen Bildungsniveau, absolut identisch mit denen eines Mitteleuropäers. Gewalt, Korruption, Drogenhandel, Steuern, Politiker, Sport, Models, Autos, Sex: Sie würden es kaum merken, wenn Sie "Popular" mit "BILD" vertauschen würden. Wieso dann diese gefühlte, oft bemühte "outlaw" Situation? Wieso die rechtliche Unsicherheit und Unkalkulierbarkeit, obwohl der Código Civil ans BGB angelehnt ist?

Wenn man bereit ist, tolerant die Existenz einer anderen Lebenswirklichkeit, einer uns fremden Problemlösungsmethodik und "Logik" an sich herankommen zu lassen (also runter vom Podest des deutschen Übermenschen!), dann ist es eigentlich einfach: weil jeder im Strom der Reichen und Mächtigen, die außerhalb des Gesetzes zu stehen scheinen und die Richtung des Landes (übrigens wohl nicht nur hier) bestimmen, mitschwimmen muß, um nicht unterzugehen, und weil jeder sein privates Leben lebt mit seinen eigenen privaten Problemen, die nach "unkonventionellen" Lösungen schreien. Warum soll man päpstlicher als der Papst sein, wenn andere sich durch einen Pakt mit dem Teufel Vorteile schon im Diesseits erschleichen und auf der Überholspur des Konsums vorbeiziehen. Toyota Hilux, Cancún, Rio, Villa, Models, ….
Es ist ja nur eine kleine Nothilfe zur Selbstbehauptung oder einfach nur, um Schritt zu halten. Quasi Notwehr. Ansonsten ist man gegen Korruption und Bestechung.

Das Gewerbe blüht.
Ein fähiger Anwalt sagte mir einmal, daß seine hervorragende Ausbildung zweitrangig sei, weil Verfahren anders gewonnen oder verloren würden. Die Zulassung sei lediglich die Eintrittskarte, um beim "Jura-Poker" der hohen (Klienten-) Einsätze überhaupt mitspielen zu dürfen. Die Regeln des Spiels stehen dann allerdings weder im BGB noch im Código Civil (kennen Sie den Film "Eine Frage der Ehre" mit Tom Cruise?). Die Gesetze bilden den Rahmen, den Ring. Die Kämpfer richten Ihre Strategie und Taktik dann aber weit weniger an den Paragraphen aus als an der konkreten Konstellation der privaten und kollegialen Kontakte, politischen Verbindungen, Verhandlungsgeschick, wirtschaftlicher Macht und Geld. Soweit so gut. Das ist einfach, und das kapieren wir, wenn es auch einen schalen Nachgeschmack des Ausgeliefert-Seins hinterläßt.

Was lernen wir daraus? Daß man mit seiner typisch deutschen Rechthaber-Mentalität, der Kenntnis der Paragraphen und der formalen Abläufe nicht unbedingt (bzw. gar nicht) sehr weit kommt. Wir lernen zudem, daß man vieles nicht wird "verstehen" können, weil es eben nicht allgemeingültig, nachlesbar, ableitbar, logisch im bekannten Sinne ist sondern von vielen Variablen beeinflußt wird, von denen man als Anhänger des westlichen Rechtssystems aber auch rein gar nichts versteht.

Ich habe mich anfangs immer über die Gelassenheit vieler Anwälte gewundert, wenn ich bei irgendwelchen Verfahren als Dolmetscher verpflichtet war. Andererseits: es ist doch nur ein Spiel, spannend, gut bezahlt und vielleicht sogar süchtig machend. Das Spiel der "Macht" (damit kein Mißverständnis entsteht: Sie sind dabei weder Königin noch Läufer oder Turm. Sie sind der Bauer). Und - nicht zu vergessen - der Anwalt gewinnt immer. Beide natürlich. Die Rechnung zahlt der Klient. Einer von beiden. Eigentlich egal, wer. Es gibt zudem nicht wenige ordentliche Deutsche, die dem Anwalt bereits vorab in der legitimen Hoffnung auf einen prompten Sieg einen "Vorschuß" in Höhe einer (fast) lebenslangen Arbeitsleistung (des Anwalts) zahlen. Wo soll da Streß aufkommen?

Nicht vergessen: das Spiel ist vielschichtig, launisch, unberechenbar. Aber mitspielen und gewinnen kann jeder. Wie beim Hütchenspiel. Hüten Sie sich davon, durch hahnebüchene Klagen oder Anzeigen dazu gezwungen zu werden.

Vor diesem Hintergrund sollte man einige “überfällige” Klagen gegen Nachbarn und andere Zeitgenossen, die "hinter Gitter gehören" oder einem einfach nur ein Dorn im Auge sind, noch einmal nüchtern überdenken.

13. INDERT- oder IBR- oder Fiscal-Land

Diese Begriffe klingen gut, wichtig und - sie werden überlesen. Bei Übersetzungen werden sie i. d. R. so übernommen, so daß die Bedeutung zunächst (in vielen Fällen für immer) im Dunkeln bleibt. Dennoch hängt vom Verständnis ab, ob Sie blind oder zumindest in Kenntnis der Risiken handeln.

Früher IBR (Instituto de Bienestar Rural), heute INDERT (Instituto Nacional de Desarrollo Rural y de la Tierra) sind bzw. waren staatliche paraguayische Behörden, die unter anderem mit der Zusprechung von Ländereien an berechtigte Personen befaßt sind.

Wir wollen das hier nicht in aller Ausführlichkeit und abschließend behandeln.
Nur so viel: Paraguayer können sich unter gewissen Umständen vom Staat Ländereien, die sie schon lange bewirtschaften, zusprechen und einen entsprechenden Eigentumstitel ausstellen lassen. Diese Berechtigung kann gegeben oder konstruiert sein.

Deutsche können das nicht.

Da der Staat das Land zuspricht, um den Menschen Heim und Hof als Grundlage zur Versorgung der Familie zu geben, wird das kostenlose Land mit einem Verkaufsverbot belegt, das früher für 5 Jahre, aktuell für 10 Jahre gilt. Während dieser Zeit kann ein IBR- bzw. INDERT-Grundstück nicht überschrieben werden, d. h. im Grundstücksregister kann keine Auflassung erklärt werden, und es kann im Register nicht den Besitzer wechseln. Derjenige, dem das Land von der INDERT zugesprochen wurde, bleibt im Register (und das zählt) bis zur Umschreibung (diese kann frühestens nach 10 Jahren erfolgen) EIGENTÜMER. Das ist schon mal Fakt.

Verkäufer (Paraguayer kennen häufig die rechtlichen Implikationen insbesondere für Ausländer nicht; wir sprechen also i. d. R. von Deutschen, die solche Grundstücke weiterverkaufen möchten) versuchen  häufig, diesen Umstand zu relativieren und mit der gängigen Praxis zu erklären, die von allen Anwälten beschrieben und abgenickt wird und die allein es möglich macht, solche Grundstücke vor Ablauf der Sperrfrist zu erwerben.

Korrekt! Gängige Praxis und problemlos, so lange sich beide Parteien daran halten. Gleichzeitig aber auch ungesetzlich und somit - ich bin kein Anwalt, wage es aber einmal als subjektive Meinung in den Raum zu stellen - nichtig, wenn der zu Grunde liegende Vertrag angefochten wird.

Man behilft sich beim Kauf also, indem Privatverträge (auch vor dem Notar) geschlossen werden, die jedoch nur die beiden Parteien binden. Es gibt zwei Exemplare des Vertrages (Verkäufer und Käufer), und der Notar behält keine Kopie. Es erfolgt keinerlei Eintragung in irgendein Buch oder Register.

Insofern, sie hören den Hasen schon hoppeln, könnte der Verkäufer zunächst einmal das gleiche Grundstück mehrfach verkaufen, und niemand bekäme es mit, bevor sich nicht zwei Eigentümer mit Privatverträgen präsentieren und der Rechtsstreit beginnt. Egal, wie es ausgehen mag. Dieser Rechtsstreit wird viel Geld kosten, Jahre dauern und Ihnen die Nerven rauben. Zudem kann das Leben auf dem Grundstück, vermutlich in der Nachbarschaft der restlichen Familie des Verkäufers, ab jetzt recht unangenehm werden.

Zur Erinnerung: der Verkauf von IBR- bzw. INDERT-Land vor Ablauf der Sperrfrist ist gesetzlich verboten. Wo glauben Sie, in einem solchen Fall jetzt rechtlichen Beistand zu finden und Recht zugesprochen zu bekommen, wenn Sie einen Vertrag in der Hand halten, der geltende Gesetze (die privatvertraglichen Vereinbarungen natürlich vorgehen) gebrochen hat?

Insofern wage ich mal, zaghaft zu überlegen, ob solche Privatverträge ggfls. nichtig und anfechtbar sind, und Käufer nun sehen können, wo und von wem sie ihr Geld zurückerhalten, das vermutlich längst in eine Camioneta, eine Geliebte oder anderes Spielzeug investiert wurde.

Sie brauchen noch nicht durchatmen. Damit sind wir noch nicht am Ende. Diese Kaufverträge binden die Vertragsparteien. Wenn der Verkäufer verstirbt, bevor das Grundstück im Register umgeschrieben werden kann (nach 10 Jahren), geht das Grundstück in die Erbmasse ein (das Gericht fragt automatisch die Register ab).
Ihr Privatvertrag bindet den/die verstorbenen Verkäufer, nicht die Erben, und anders lautende  Klauseln sind nichtig. Sie können privatvertraglich niemandem gesetzliche Rechte aberkennen. Das gilt - für Spitzfindige - auch für Vereinbarungen über Nießbrauchrechte, etc.

Nach paraguayischem Recht kann niemand über seinen Tod hinaus bindende Verfügungen für andere (z. B. die gesetzlichen Erben) treffen.

Sicher! Auch ich weiss, daß dies die gängige Praxis in PY ist, um IBR- und INDERT-Grundstücke vor Ablauf der Sperrfrist zu verkaufen (die Übertragung im Register erfolgt dann immer nach Ablauf der Frist, wenn vorher keine Verlängerung der Sperrfrist verfügt wird, wenn das Grundstück nicht in die Erbmasse eingeht, wenn Dritte keinen Einspruch einlegen, etc.).

Daher sollte man zumindest wissen und in der Theorie auch einmal durchdenken, wie die eigene Rechtslage (als Ausländer in PY) im Falle eines Falles eigentlich aussieht, wenn man IBR- oder INDERT-Grundstücke vor Ablauf der Sperrfrist unter Umgehung der gesetzlichen Vorgaben erwirbt und der Partner die nicht gesetzlich gedeckte Hilfskonstruktion entgegen anfänglicher Zusagen dann doch nicht einhält.

Als "Fiscal"-Land werden übrigens jene Grundstücke bezeichnet, die noch über keine Grundstückstitel verfügen (s. oben). Hier können berechtigte Paraguayer (!) bei der INDERT die Ausstellung eines Titels auf ihren Namen beantragen.

Auch hier gibt es Konstruktionen, wo Deutsche Interessenten einen paraguayischen Strohmann vorschieben, damit dieser zunächst auf seinen Namen das Staatsland reklamiert und gleichzeitig "per Privatvertrag" die Verpflichtung eingeht, das Land dann später auf den schlitzohrigen Deutschen zu übertragen. Wieder: ich bin kein Anwalt, aber Sie werden mir Recht geben, daß auch diese elegante Konstruktion eine bedenkliche Schieflage hat. Die Gründe sind die gleichen wie oben.

Das ganze Problem entsteht nicht, wenn Sie diese Grundstücke nach Ablauf der Sperrfrist erwerben. Wenn Sie Glück haben, ist diese schon abgelaufen, oder es fehlen bis dahin nur einige Monate. Wer nicht warten kann oder will, läßt sich (falsch oder nicht abschließend) "beraten" und schließt Privatverträge. Die damit verbundenen Risiken habe ich oben im Ansatz darzustellen versucht. Glauben Sie bitte nicht, daß ein/e Notar/in Sie derart umfassend über mögliche Risiken und Folgen aufklärt. Schon gar nicht, wenn Sie nicht danach fragen und noch viel weniger, wenn Sie die Sprache nicht sprechen und keinen unabhängigen Übersetzer dabei haben (der Verkäufer als Übersetzer hat keine Verpflichtung und auch kein allzu großes Interesse, das Thema auszuweiten!!!).

Natürlich, wird man Ihnen sagen, kann man einen Privatvertrag mit dem Inhalt abfassen, den Sie sich erträumen, wenn der Vertragspartner dem zustimmt.

Was interessiert es einen Anwalt oder Notar, ob die Regelungen in der Zukunft dann Bestand haben und durchsetzbar sind? Das ist IHR Problem und für den Anwalt ggfls. ein neuer Auftrag.

Da die Problematik und die Formen der Umgehung der gesetzlichen Vorgaben dem Gesetzgebenden sehr wohl bekannt sind, wurde eine verschärfte Anweisung an die Notariate erlassen, die es bei Strafe verbietet, solche Verträge zu siegeln. Wenn Sie also einen dieser angesprochenen Privatverträge vor einem Notar abschliessen, wissen Sie bereits, warum dieser Vertrag weder das Siegel noch die Unterschrift des Notars tragen wird. Es wird auch keine Beglaubigung der Unterschriften (certificación de firmas) erfolgen. Sie erhalten bestenfalls eine notariell beglaubigte Kopie des Vertrages, denn damit bricht der Notar kein Recht. Er bescheinigt nur, dass die Kopie mit dem Original übereinstimmt. Seine Mitwirkung ergibt sich aus keinem Detail, und er verleiht dem Dokument auch keinen "öffentlichen Glauben". Sie könnten sich nun die Frage stellen, warum man dann überhaupt zum Notar geht. Ganz einfach: damit dem ganzen Zauber der Anschein der Seriosität verliehen wird. Allerdings könnte die Ungesetzlichkeit offensichtlicher gar nicht zu Tage treten, oder?

Was interessiert es heute einen Verkäufer in Aussicht vieler Millionen, ob er (ohnehin unwirksam) auf verfassungsmäßige oder gesetzliche Rechte verzichtet? Man hat ihm schon gesagt, daß man das sowieso alles wieder kippen könnte.....

Sie werden also auf eine knappe Frage die knappe Antwort erhalten, daß es ginge. Geht ja auch, wenn und so lange alle mitspielen. Eigentlich bräuchten Sie dann auch gar keinen Vertrag, oder? Stimmt. Ein nichtiger Vertrag ist ja auch so gut wie keiner.

Informieren Sie sich also bitte bei einem erstens seriösen!, zweitens unabhängigen! und drittens Fachmann!, was Sie im Falle eines Falles vor Gericht auch tatsächlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durchsetzen könnten bzw. was im Einklang mit den Gesetzen steht, falls Sie das Pech haben, dass Ihr Vertragspartner sich dann doch nicht an die Klauseln der privaten Vereinbarung halten will, und was reine Makulator, Wunschdenken und Balsam für Ihre Nerven ist.

14. Unter Geiern

Das war doch der Titel eines dieser tollen Winnetou-Filme, die wohl viele von uns als Kinder an Sonntagabenden vor der Mattscheibe fesselten.

Diese Tage sind vorbei, aber die Geier scheinen uns gefolgt zu sein. Hier in Paraguay sind es neben ganz normalen Kriminellen, die hier offenbar in Gruppen einwandern, “Gestrandete” oder an der eigenen Überheblichkeit und Selbstüberschätzung Gescheiterte (bitte beachten Sie, daß ich insbesondere die Zuwanderer ins Visier nehme, nicht unsere Gastgeber hier!), die nun unter dem Deckmantel der Seriosität versuchen, doch noch einen guten Schnitt zu machen. Sie, mein Lieber (meine Liebe), gehen dabei geplant über Bord. Kollateralschaden nennt man das wohl.

Wer die gängigen Ratschläge befolgt, fühlt sich mit der Beauftragung ausgewiesener Fachleute (Anwälte, Übersetzer, Gutachter, etc.) zunächst einmal sicher und gut beraten. Wer kann schon ahnen, daß manche "Fachleute" durchaus willens und in der Lage sind, sich so weit zu prostituieren, daß sie ihre eigene Ehre verkaufen und ihre Zulassung riskieren, um ein paar läppische Guaranies zu verdienen, indem sie ihre Kunden im stillen Einvernehmen mit der Gegenseite übervorteilen, im Unklaren lassen, bewußt falsch informieren und beraten oder sogar regelrecht verkaufen und einen Scheiß auf Ihre anschließenden Probleme oder Fehlinvestitionen oder das Scheitern ganzer Familien geben.

Frage also: wie kann man das vermeiden? Antwort: schwierig!! Denn niemand wird Ihnen auf die Nase binden, daß Sie sein nächstes Opfer sind. Doch, natürlich sind die Leute bekannt, aber das finden Sie schon selbst heraus.

Ihre Devise muß also lauten: INFORMIEREN! Bei der Deutschen Botschaft, bei der Deutsch-Paraguayischen Außenhandelskammer, bei den Notariaten in Ihrer Nähe, und sprechen Sie verschiedene Leute an, die schon Erfahrungen gesammelt haben.

Ich glaube zwar, daß kaum jemand, der hier in Paraguay auf der öffentlichen Bühne steht oder gar schwarze Schafe beim Namen nennt, den anonymen Schmierfinken in den lächerlichen Internetforen entgeht. Wer dort allerdings häufiger auftaucht, über den sollte man dann doch einmal Erkundigungen einziehen. Ich weiß schon, was jetzt kommt….

"Das dauert aber, und wie soll ich das denn machen, und ich bin auch unter Zeitdruck, und ich weiß nicht recht, ob das wirklich erforderlich ist, denn der hat doch eine Zulassung und macht auch einen sehr netten und kompetenten Eindruck……."

Okay, es hat ja auch niemand gesagt, daß ein Betrüger ein Idiot sein muß und ein Schild "Meide mich!" an der Stirn kleben hat.

Gestehen Sie diesen Leuten ruhig auch eine gewisse abartige Intelligenz, Gewieftheit und Können im Ködern ihrer "Kunden" zu.

Und übrigens: in Paraguay kommt niemand unter Zeitdruck. Oder haben Sie schon mal einen Paraguayer in Eile gesehen? Wer hier in Eile kommt, der macht irgendetwas falsch oder wird künstlich unter Druck gesetzt.

Unter Zeitdruck können Sie aber weder vernünftig Erkundigungen einziehen noch Vorlagen und Verträge oder gar Grundstückspapiere prüfen. Sie sehen, daß aufgebauter Zeitdruck durchaus Methode hat.

Sprechen Sie ruhig unverbindlich mit mehreren Leuten aus der jeweiligen Berufsgruppe, deren Dienste Sie benötigen, und vergleichen Sie dann das Geschäftsgebahren, die Aussagen und – ich wiederhole – seien Sie extrem vorsichtig und mißtrauisch, wenn ohne detaillierte Kenntnis der Dinge alles als einfach dargestellt wird, private Beziehungen zu Entscheidungsträgern konstruiert werden und/oder gleich am Anfang Geld gefordert wird. Einfach etwas mehr Ihrem Bauchgefühl vertrauen und vorher fragen, nicht hinterher, um sich im Nachhinein das Bauchgefühl bestätigen zu lassen.

Fast täglich habe ich mit Landsleuten zu tun, die im guten Glauben vermeintliche Fachleute engagiert haben und dann – das ist wirklich ausgesprochenes Pech - an ein schwarzes Schaf der betreffenden Berufsgruppe geraten sind.

Also: holen Sie Informationen, Informationen und nochmals Informationen ein. Hören Sie sich um, was Ihr auserwählter Fachmann sonst so treibt und mit wem er arbeitet.

Leisten Sie Zahlungen AUSSCHLIESSLICH gegen Quittungen mit exakter Benennung des Empfängers und Zahlungsgrundes, und lassen Sie den Empfänger unterzeichnen (neee, ist offenbar hier nicht selbstverständlich).

Unterzeichnen Sie keine “pagare” (das sind Schuldscheine mit direktem Durchgriffsrecht ohne Gerichtsverfahren), ohne sich über die Gefahren und Konsequenzen im klaren zu sein.

Gehen Sie keine Geschäfte ohne notariell geschlossene und neutral übersetzte Verträge ein. Vergessen Sie Friedensrichter, Polizeistationen und andere Pseudo-Autoritäten. Die bringen Ihnen in diesem Fall keinerlei Rechtssicherheit!!

Und.. ganz wichtig!! Holen Sie sich zu Grundstückspapieren unbedingt immer MINDESTENS ZWEI MEINUNGEN ein. Das kostet, wenn überhaupt, dann nur wenig.

Das klingt nach Aufwand, was? Jap. Das kann Sie durchaus einen ganzen Tag an Rennerei kosten.

Aber wo wir schon von Aufwand reden.

Was meinen Sie, was es Sie an Aufwand kostet, wenn Sie Ihr Grundstück – dann vermutlich bereits mit erstellter Immobilie – sichern müssen, weil es keinen unanfechtbaren Grundstückstitel hat? Vielleicht überlegt der freundliche Verkäufer ja auch schon, wie er es Ihnen am besten wieder abnimmt?

Was werden Sie wohl an Aufwand aufwenden müssen, um vor Gericht ohne brauchbare Quittungen geleistete Zahlungen glaubhaft zu machen und durchzusetzen? Können Sie eigentlich gleich vergessen. Das Geld für die Verteidigung können Sie auch gleich sparen. Am besten zahlen Sie direkt das, was Ihrem gewitzten Vertragspartner nach dessen Meinung noch zusteht.

Was werden Sie wohl an Aufwand haben, wenn Ihr eigener Anwalt / Übersetzer / Sachverständiger Sie und Ihre Strategie an die Gegenseite verschachtert? Worst Case und je nach Grad der Boshaftigkeit oder Phantasie dieser Leute und der Potenz Ihres Geldbeutels mehr oder weniger existenzgefährdend für Sie!!

Sie werden bemerkt haben, daß ich keine Namen genannt habe. Ganz bewußt, denn die Entscheidung liegt ganz allein bei Ihnen, wieviel Aufwand Sie in die Sicherheit Ihrer Investition und Ihrer Zukunft hier investieren möchten.

15. Drogen - Honi Soit Qui Mal Y Pense

In Paraguay werden, wie in anderen südamerikanischen Ländern auch, Drogen angebaut. Ich bin kein Experte, aber ich nenne sie der Einfachheit halber einmal Marihuana. Die Pflanze wächst auch wild, und sie sieht dem Heilkraut Suiko zum Verwechseln ähnlich. Leute der Staatsanwaltschaft sagten mir, Marihuana-Pflanzen würden einen typischen Geruch verstömen und bei Nacht „leuchten“. Ich weiß es nicht, aber wer will, mag das nachprüfen.

Paradox scheint, daß gerade Drogendelikte in Paraguay hart und unbarmherzig verfolgt werden. Einmal sicherlich, weil Paraguay als Transitland bei diesem Thema eine schlechte Auslandspresse hat. Andere vermuten Hintergründe in der jüngsten Politik. Wieder andere sehen die Konkurrenzsituation dieser Branche als Triebfeder.

Das Warum braucht uns eigentlich nicht weiter zu interessieren. Entscheidend ist, daß Sie es mir einfach einmal glauben, daß Drogendelikte neben dem sexuellen Mißbrauch Minderjähriger Sie in Schwierigkeiten bringen, die Sie in ihrem Ausmaß nicht ansatzweise erahnen. Stammtisch-Meinungen sagen, daß man sexuelle Abenteuer mit Minderjährigen (s. auch Punkt 11: Licht und Schatten) mit etwas Geld immer aus der Welt schafft. Das mag vielleicht sein, solange das Hauptinteresse der Eltern des/der Minderjährigen der Geldforderung an Sie zum Ausgleich "des Schadens" gilt. Sollten Sie aber an Eltern geraten, denen das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt und/oder die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden, dann wendet sich das Blatt abrupt und unumkehrbar, und Sie wandern genau wie bei Drogendelikten unabwendbar, unaufschiebbar und auf direktem Wege in den Bau. Ich halte das für vertretbar und zum Wohle unser aller Kinder für absolut wünschenswert, ... wenn die Anschuldigungen denn stimmen, worauf es aber erst irgendwann im Schritt 2 und 3 des Verfahrens bzw. nach Monaten in der Haftanstalt ankommt.

Zurück zum Thema.... Wie dem auch sei: es empfiehlt sich nicht, Sonntagsausflüge in die Drogen-Anbaugebiete zu unternehmen, die mehr oder weniger gut bekannt und noch besser bewacht sind. Versuchen Sie auch, die typisch deutsche Angewohnheit zu unterdrücken, das nächste Polizeirevier von Ihren Vermutungen und Sichtungen zu unterrichten. Die Beamten dort wissen bestimmt besser Bescheid, als Sie annehmen.

Wichtig für Sie ist vor diesem Hintergrund nur eines: denken Sie nicht, Paraguay als Anbauland, Entwicklungsland und „rechtloses Land“ würde Ihnen nun freie Hand lassen, um mit den Drogen so umzugehen, wie Sie es für richtig halten.

10 Gramm Eigenbedarf sind laut Gesetz erlaubt. Auch der Verbrauch steht nicht unter Strafe. Der Besitz allerdings schon, und der Handel damit sowieso. Wenn Sie die Gefahr lieben, versuchen Sie mal die Gratwanderung zwischen geringem Eigenkonsum und nicht erlaubtem Besitz. Falls Sie dagegen den Drogenhandel für sich entdecken wollen, ist das Gesetz Ihr geringstes Problem.

Halten Sie sich auch nicht sklawisch an den genannten Mengen oder Verfahren fest, denn die Justiz tut es im Zweifelsfall auch nicht, jedenfalls nicht zu Ihren Gunsten. Auch von Ihrem Anwalt sollten Sie keine Wunder erwarten, denn bei Drogendelikten gibt es weder Haftverschonung noch „Rundum-Sorglos-Deals“.

Die Strafe liegt, nachdem Sie mindestens sechs (!) Monate unter teils erbärmlichen Bedingungen in Untersuchungshaft abgesessen und viel Geld für Anwälte investiert haben, zwischen zwei Jahren (nur diese Mindeststrafe kann mit sehr, sehr viel Glück und Geschick und bei nachgewiesener Drogenabhängigkeit IM ABSOLUTEN AUSNAHMEFALL gegen Auflagen zur Bewährung ausgesetzt werden) und vier Jahren, bei schwereren Fällen auch von acht bis fünfzehn (!) Jahren. Die Spanne ist breit und läßt Raum für Interpretationen und „Ermittlungen“ der Justiz.

Stellen Sie sich gedanklich bitte darauf ein, daß im krassen Gegensatz zu Ihrem westeuropäischen Rechtsempfinden im Zweifelsfall eher GEGEN den Angeklagten entschieden wird.

Je höher die Menge, desto größer die Wahrscheinlichkeit, daß Oberstaatsanwaltschaft und Drogenbehörde sich interessieren, denn auch hier gibt es rechtschaffene Leute, die sich mit Erfolgen im Kampf gegen den Drogenhandel profilieren und ihre Sporen verdienen wollen. Ganz allgemein: je mehr Öffentlichkeit und (im schlimmsten Fall internationales) Interesse eine Strafsache genießt, desto geringer werden die Chancen, diese elegant beilegen zu können.

Falls Sie einen kurzen Gedanken an die Deutsche Botschaft, den Europäischen Gerichtshof, Menschenrechtsorganisationen oder ähnliche Institutionen verschwendet haben, so vergessen Sie diese naiven Gedanken am besten gleich wieder. Die Gesetzeslage ist klar und hart, und Verfahrensfehler, die kleine Hintertür, gehören zum Geschäft und bringen keine ausländische Institution zur Intervention. Ganz im Gegenteil: der Versuch der Einflußnahme bringt zuständige Staatsanwälte oder Richter sogar dazu, sich einzuigeln, auf den Buchstaben des Gesetzes zurückzuziehen und den Selbstschutz zu erhöhen. Außerdem verlangt doch gerade das Ausland ein härteres Durchgreifen gegen die Drogen. Da muß man dann dem willigen Staat in der Anlaufzeit auch gewisse Mängel in der handwerklichen Durchführung durchgehen lassen.

Das hilft IHNEN natürlich nichts. Noch nicht gemerkt? Sie sind jetzt in der Rolle des Statisten, des Passiven, und der Rest um Sie herum beschäftigt sich mit sich selbst und versucht, nach allen Seiten einen guten Eindruck zu machen. Wenn Sie sich jetzt hilflos und ausgeliefert fühlen, dann bekommen Sie ein recht zutreffendes Gefühl für Ihre tatsächliche Lage, wenn Sie in die beschriebene Situation geraten sollten.

Das Auswärtige Amt (www.auswaertiges-amt.de) drückt dies in den länderspezifischen und ständig aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweisen diplomatisch korrekt wie folgt aus (Stand 03.03.2014):

"In den letzten Jahren wurde Paraguay verstärkt von Drogenkurieren als Transitland genutzt. Die paraguayische Anti-Drogenbehörde SENAD verzeichnet seit längerem international anerkannte Fahndungserfolge; in den Gefängnissen von Asunción sitzen auch Europäer wegen Drogenschmuggels ein. Die Haftbedingungen sind hart (Überbelegung der Haftanstalten, mangelnde Hygiene und Versorgung), die Prozesse langwierig. Zu den Betreuungsmöglichkeiten der Botschaft gehört die Vermittlung eines Vertrauensanwalts.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund festgenommen werden, bitten Sie in jedem Fall um sofortige Unterrichtung der Botschaft, die über ein Bereitschaftsdiensttelefon jederzeit zu erreichen ist."

Es ist also auch hier keine Rede von einer wie auch immer gearteten Intervention der Botschaft, die Ihnen eine Sonderbehandlung sichern könnte.

Ach, man hat Ihnen die Drogen zugesteckt? Na, dann haben Sie ja noch einmal Glück gehabt, wenn Sie das jetzt auch noch hieb- und stichfest beweisen können und auch selbst die Zusammenhänge ermitteln. Sonst könnte da ja jeder kommen. Dann sitzen Sie vielleicht tatsächlich nur für die Dauer der staatsanwaltlichen Ermittlungen von ca. sechs Monaten.

Sympathisch finde ich immer, wenn dann wie aus dem Nichts und zu Fuß „wichtige und einflußreiche“ Lichtgestalten auftauchen, die vorgeben, sie hätten einen Diplomatenpaß, arbeiteten für ein wichtiges Ministerium, gehörten einer Menschenrechtsorganisation an (ach ne, kann nicht sein... Ausweise leider vergessen...) und meinen, sie stünden über den nationalen Gesetzen und hätten auf einer höheren Ebene direkten Zugang zu den Entscheidern und keine wirtschaftlichen Interessen – ganz im Gegensatz zu den verpönten Anwälten, die auf Grundlage der Gesetze und vor allem nach den geltenden „Spielregeln“ versuchen, IHRE Karre aus dem Dreck zu ziehen und zu retten, was denn überhaupt noch zu retten ist. Gern hören sich Anwälte, Staatsanwälte, Richter, andere Funktionäre und auch Presse und TV (die ja für Novelas immer sehr aufgeschlossen sind) die gewichtigen Argumente und sogar die Drohungen dieser Gestalten an, um diese dann mit einem milden Lächeln wieder ins Nimmernimmerland zu entlassen.

Erfolglos ist dieses Bemühen der furchtlosen Streiter jedoch nicht. Nun haben Sie als Verdächtigter oder Angeklagter, für den die Anwälte hinter den Kulissen die hauchdünnen Fäden ziehen, die Bühne und die Aufmerksamkeit aller gewonnen, so daß jeder, der Entscheidungen zu fällen hat und sich nun im Rampenlicht der nationalen und internationalen Öffentlichkeit und der übergeordneten Behörden sieht, ein Höchstmaß an Korrektheit und Gesetzestreue demonstrieren muß und WIRD, damit nur ja kein Schatten der Bestechlichkeit auf ihn fällt. Spätestens jetzt werden Ihre allgewaltigen Helfer sich geräuschlos verabschieden. Honi soit qui mal y pense!

16. Verwalter gesucht – Freiwillige vor!

Den einen oder anderen trifft das Schicksal derart hart, daß ein Gedanke immer stärker wird und alles Denken dominiert: ich will hier nur noch weg!

Wenn Sie einmal in diese Situation kommen sollten und den Verkauf Ihrer Besitztümer nicht abwarten wollen oder können, dann lassen Sie mich Ihnen einen guten Rat geben:

Informieren Sie sich umfassend, und prüfen Sie gründlichst und überschlafen Sie Ihre Entscheidung mehrmals, wem Sie ggfls. eine Vollmacht (wie der Name sagt: volle Macht) erteilen, Ihren Besitz mit weitreichenden Vollmachten zu pflegen, zu verwalten, zu vermieten oder gar zu verkaufen! Sogenannte Generalvollmachten (poderes generales), die vor einem Notar zu erteilen sind und die von einem vereidigten Übersetzer zu übersetzen sind, legen scheinbar bis ins kleinste Detail fest, was der Verwalter veranlassen darf und was er zu verantworten hat. In der Praxis sind Generalvollmachten, noch schlimmer die Generalvollmachten mit weitgehenden Befugnissen (poderes generales amplios) vor allem eines: Blankoschecks!

Wenn Sie so weit sind, daß Sie mit geschlossenen Augen einen Blankoscheck ausstellen würden, dann können Sie hier aufhören zu lesen.

Falls ich jedoch Ihr Interesse wecken konnte, möchte ich Sie im weiteren für die Gefahren einer Generalvollmacht sensibilisieren, wenn der Bevollmächtigte eine Ihnen mehr oder weniger unbekannte Person ist, was deren Geschäftsgebaren betrifft.

Während Sie sich in Ihrer alten Heimat langsam regenerieren und noch einmal mit einem blauen Augen davongekommen wähnen, läßt es sich Ihr rühriger Verwalter möglicherweise schon richtig gut gehen, während seine Berichte Ihnen das ganze Elend seiner Aufgabe schildern. Da wird u. U. munter vermietet, ohne es Ihnen überhaupt mitzuteilen oder gar die Mieteinnahmen an Sie abzuführen. Da werden vielleicht private und fremde Kosten jeglicher Art unter dem Etikett Unterhaltungs- und Reparaturkosten mit Ihnen abgerechnet, und Einrichtungsgegenstände wechseln schon schnell mal den Besitzer. Sie sind ja weit weg, kommen ohnehin vermutlich nie wieder, und zudem: wie wollten Sie denn rechtlich wirksam BEWEISEN, was bei Übergabe an Ihren Verwalter konkret im Hause war und in welchem Zustand? Haben Sie noch alle Quittungen mit Seriennummern, Fotos mit Datum der Übergabe, ein detailliertes Übergabeprotokoll? Haben Sie daran gedacht, schriftlich ein Honorar zu vereinbaren, oder legen Sie Wert auf das Überraschungsmoment am Tage der Abrechnung? Oder glauben Sie, daß dieser Service kostenlos ist oder vermutlich nicht so teuer sein kann?

Bei den Fällen aus meiner beruflichen Praxis kenne ich bisher nicht einen einzigen, bei dem Vollmachtgeber und Bevollmächtigter sich am Ende nicht gerichtlich auseinandergesetzt hätten. Keine tollen Aussichten, wenn Sie im Ausland sind.

Da manche Situationen nun aber eben einmal einen Bevollmächtigten erfordern, sollten Sie - wenn schon, denn schon – eine Person Ihres ABSOLUTEN Vertrauens benennen, das beurkundende Notariat selbst aussuchen, und sich den kompletten Text der Vollmacht (nicht nur die sogenannte minuta, also den kurzgefaßten, zweisprachigen Auftrag an das beurkundende Notariat) von einem unabhängigen, nicht involvierten Übersetzer schriftlich im Vorwege übersetzen lassen (das geht, da es sich um weitestgehend standardisierte Verträge handelt, deren Texte durchaus vom Notariat zur Verfügung gestellt werden), damit Sie hinterher nicht in Ohnmacht fallen, was mit einer Generalvollmacht - wohlgemerkt in Ihrem Namen und auf Ihre Kosten - so alles angestellt werden kann.

Ihre Alarmglocken sollten Sturm läuten, wenn man Ihnen erzählen will, daß man die Vollmacht der Einfachheit halber und um Geld zu sparen (...die Übersetzung ist ja unnötig, wir sind uns doch einig, und die ist auch recht teuer...) auch ohne minuta oder gar Übersetzung des Textes machen könne. Meiden Sie zudem das Wort irrevocable (unwiderruflich) wie den Teufel, denn eine solche Vollmacht können Sie weder widerrufen noch ändern.

Überlegen Sie ferner, wie Sie oder das beurkundende Notariat unlautere Nebenabsprachen zwischen Verwalter und Käufer aufdecken, kontrollieren oder unterbinden wollen, wenn Sie dem Verwalter auch die Vollmacht zum Verkauf einräumen. Achtung: das Notariat ist raus. Sie stehen jetzt allein! Wie wollen Sie die tatsächliche Weiterleitung etwaiger Mieteinnahmen sicherstellen, vertragliche Vereinbarungen oder Verpflichtung hin oder her?

17. Paraguayische Frauen

Paraguay vermittelt dem Reisenden ein unaufhaltsam anwachsendes Gefühl, wie ein “melancholisches Liebeslied”. So versuchte ein Gast den Zauber dieses Landes zu beschreiben, der den Touristen umfängt und gefangen hält, oft noch lange nach dessen Rückkehr in sein Heimatland.

Neben der ursprünglichen Natur, der Jugendhaftigkeit der Bevölkerung und der Gastfreundschaft der Menschen tragen dazu sicherlich auch die eleganten, hübschen und sympathischen Frauen bei. Als Auswirkung der mörderischen Kriege, in die Paraguay in der Vergangenheit verwickelt war und aufgrund der Auslandstätigkeit sehr vieler Männer liegt die Geschlechterquote nach Angabe mancher Quellen bei 7 Frauen zu 1 Mann, was die extreme Eifersucht paraguayischer Frauen als auch die Kontaktfreudigkeit ungebundener Paraguayerinnen erklären mag.

Aufmerksam und kommunikationsfreudig begegnen sie dem Touristen, und es entwickeln sich schnell Gespräche und Bekanntschaften. Man sollte sich davor hüten, diese mentalitätsbedingte Freundlichkeit falsch zu interpretieren, denn die zuvorkommende Behandlung von Fremden ist zumindest auf dem Lande eine Frage des Respekts, wobei dem feste Grenzen gesetzt sind. Werte wie Achtung, Ehre und Anstand geniessen hier noch einen hohen Stellenwert. Ein Überschreiten gewisser Grenzen des Anstands, die jedem normal erzogenen Erwachsenen bekannt sind, bringen sowohl die paraguayische Frau als auch den allzu vorwitzigen Touristen in Probleme.

Wer sucht, findet natürlich auch “interessierte” junge Frauen, die Ausschau nach einem angenehmeren Lebensstil halten und praktisch im Vorbeigehen zu erobern sind. Das mag im ersten Moment nett sein, rächt sich aber in der Regel nach kurzer Zeit auf ernüchternde Art und Weise.

Paraguayische Frauen “aus gutem Hause” dagegen werden von ihrer weitverzweigten und allgegenwärtigen Familie behütet, und es wird grosser Wert auf den Ruf gelegt, denn das Verhalten einzelner Mitglieder fällt auf die ganze Familie zurück, und der unbefleckte Ruf (nicht zwingend mit Jungfräulichkeit zu verwechseln) einer Frau ist Voraussetzung für eine standesgemässe Heirat.

Viele eingewanderte Männer haben paraguayische Partnerinnen fürs Leben gefunden, lernen die Sprachen und integrieren sich problemlos in die paraguayische Gesellschaft.

Trennungen führen – durchaus nichts typisch Paraguayisches – zu den unausweichlichen Auseinandersetzungen um Kinder, Absicherung und Materielles, denn beide Partner müssen vor der Familie und der Gesellschaft ihr Gesicht wahren und anschliessend aufrecht und auskömmlich weiterleben können. Insbesondere die Frau, die das elterliche Haus für immer verlassen hat, sich in die Obhut ihres europäischen Partners begab und somit für die Zukunft auf Schutz und Unterstützung der eigenen Familie verzichtet hatte.

In diesem Zusammenhang gibt es viele pauschale und häufig unzutreffende Aussagen über weitreichende Ansprüche paraguayischer Frauen gegen ihre beispielsweise deutschen Partner.

Tatsächlich sind die Ansprüche auch aus nicht-ehelichen Verhältnissen im Código Civil Paraguayo, dem paraguayischen Gegenstück zum Bürgerlichen Gesetzbuch, gesetzlich geregelt.

Der Artikel 84 des Gesetzes 1/92 sagt aus, dass sich nach dem durchgängigen, eheähnlichen Zusammenleben beider Partner (concubinato) über mindestens vier Jahre eine Zugewinngemeinschaft bildet.

Diese endet mit dem Tod eines der Partner oder durch Auflösung zu Lebzeiten, also durch Trennung.

Im letzteren Fall teilen sich beide Partner den Zugewinn hälftig. Endet die Gemeinschaft durch den Tod eines der Partner, so steht der hälftige Zugewinn dieses Partners seinen Erben zu.

Es geht also nicht darum, dass beispielsweise der Frau nach der Trennung ein Anspruch auf den hälftigen Anteil an all jenen Gütern zugesprochen würde, die ihrem Partner vor dem Eingang der Gemeinschaft gehört haben mögen, sondern lediglich auf die Hälfte dessen, was zusammen erarbeitet wurde.

Bei Eingehen der Ehe in Paraguay kann zwischen der Gütertrennung und der Zugewinngemeinschaft gewählt werden. Wenn keine konkreten Aussagen gemacht werden, wird von der Zugewinngemeinschaft ausgegangen.

Diese Regelung erscheint fair und schützt vor allem die Rechte des schwächeren Partners, i. d. R. der Frau. Sie soll vor dem allzu verantwortungslosen Umgang mit der paraguayischen Weiblichkeit abschrecken, was aber in der Praxis eher weniger funktioniert.

Für den Fall, dass man an eine Dame geraten ist, die es eher auf finanzielle Absicherung abgesehen hatte, so kann man sich nach der Trennung, auch vor Ablauf der 4-Jahres-Frist, durchaus auch mit einer Klage konfrontiert sehen. Deren Begründung mag an den Haaren herbeigezogen sein, beschäftigt aber dennoch die Gerichte und produziert nicht unwesentliche Anwaltskosten. Hier ist also etwas Vorsicht geboten und ein kühler Kopf gefragt.

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