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17. Paraguayische Frauen

Paraguay vermittelt dem Reisenden ein unaufhaltsam anwachsendes Gefühl, wie ein “melancholisches Liebeslied”. So versuchte ein Gast den Zauber dieses Landes zu beschreiben, der den Touristen umfängt und gefangen hält, oft noch lange nach dessen Rückkehr in sein Heimatland.

Neben der ursprünglichen Natur, der Jugendhaftigkeit der Bevölkerung und der Gastfreundschaft der Menschen tragen dazu sicherlich auch die eleganten, hübschen und sympathischen Frauen bei. Als Auswirkung der mörderischen Kriege, in die Paraguay in der Vergangenheit verwickelt war und aufgrund der Auslandstätigkeit sehr vieler Männer liegt die Geschlechterquote nach Angabe mancher Quellen bei 7 Frauen zu 1 Mann, was die extreme Eifersucht paraguayischer Frauen als auch die Kontaktfreudigkeit ungebundener Paraguayerinnen erklären mag.

Aufmerksam und kommunikationsfreudig begegnen sie dem Touristen, und es entwickeln sich schnell Gespräche und Bekanntschaften. Man sollte sich davor hüten, diese mentalitätsbedingte Freundlichkeit falsch zu interpretieren, denn die zuvorkommende Behandlung von Fremden ist zumindest auf dem Lande eine Frage des Respekts, wobei dem feste Grenzen gesetzt sind. Werte wie Achtung, Ehre und Anstand geniessen hier noch einen hohen Stellenwert. Ein Überschreiten gewisser Grenzen des Anstands, die jedem normal erzogenen Erwachsenen bekannt sind, bringen sowohl die paraguayische Frau als auch den allzu vorwitzigen Touristen in Probleme.

Wer sucht, findet natürlich auch “interessierte” junge Frauen, die Ausschau nach einem angenehmeren Lebensstil halten und praktisch im Vorbeigehen zu erobern sind. Das mag im ersten Moment nett sein, rächt sich aber in der Regel nach kurzer Zeit auf ernüchternde Art und Weise.

Paraguayische Frauen “aus gutem Hause” dagegen werden von ihrer weitverzweigten und allgegenwärtigen Familie behütet, und es wird grosser Wert auf den Ruf gelegt, denn das Verhalten einzelner Mitglieder fällt auf die ganze Familie zurück, und der unbefleckte Ruf (nicht zwingend mit Jungfräulichkeit zu verwechseln) einer Frau ist Voraussetzung für eine standesgemässe Heirat.

Viele eingewanderte Männer haben paraguayische Partnerinnen fürs Leben gefunden, lernen die Sprachen und integrieren sich problemlos in die paraguayische Gesellschaft.

Trennungen führen – durchaus nichts typisch Paraguayisches – zu den unausweichlichen Auseinandersetzungen um Kinder, Absicherung und Materielles, denn beide Partner müssen vor der Familie und der Gesellschaft ihr Gesicht wahren und anschliessend aufrecht und auskömmlich weiterleben können. Insbesondere die Frau, die das elterliche Haus für immer verlassen hat, sich in die Obhut ihres europäischen Partners begab und somit für die Zukunft auf Schutz und Unterstützung der eigenen Familie verzichtet hatte.

In diesem Zusammenhang gibt es viele pauschale und häufig unzutreffende Aussagen über weitreichende Ansprüche paraguayischer Frauen gegen ihre beispielsweise deutschen Partner.

Tatsächlich sind die Ansprüche auch aus nicht-ehelichen Verhältnissen im Código Civil Paraguayo, dem paraguayischen Gegenstück zum Bürgerlichen Gesetzbuch, gesetzlich geregelt.

Der Artikel 84 des Gesetzes 1/92 sagt aus, dass sich nach dem durchgängigen, eheähnlichen Zusammenleben beider Partner (concubinato) über mindestens vier Jahre eine Zugewinngemeinschaft bildet.

Diese endet mit dem Tod eines der Partner oder durch Auflösung zu Lebzeiten, also durch Trennung.

Im letzteren Fall teilen sich beide Partner den Zugewinn hälftig. Endet die Gemeinschaft durch den Tod eines der Partner, so steht der hälftige Zugewinn dieses Partners seinen Erben zu.

Es geht also nicht darum, dass beispielsweise der Frau nach der Trennung ein Anspruch auf den hälftigen Anteil an all jenen Gütern zugesprochen würde, die ihrem Partner vor dem Eingang der Gemeinschaft gehört haben mögen, sondern lediglich auf die Hälfte dessen, was zusammen erarbeitet wurde.

Bei Eingehen der Ehe in Paraguay kann zwischen der Gütertrennung und der Zugewinngemeinschaft gewählt werden. Wenn keine konkreten Aussagen gemacht werden, wird von der Zugewinngemeinschaft ausgegangen.

Diese Regelung erscheint fair und schützt vor allem die Rechte des schwächeren Partners, i. d. R. der Frau. Sie soll vor dem allzu verantwortungslosen Umgang mit der paraguayischen Weiblichkeit abschrecken, was aber in der Praxis eher weniger funktioniert.

Für den Fall, dass man an eine Dame geraten ist, die es eher auf finanzielle Absicherung abgesehen hatte, so kann man sich nach der Trennung, auch vor Ablauf der 4-Jahres-Frist, durchaus auch mit einer Klage konfrontiert sehen. Deren Begründung mag an den Haaren herbeigezogen sein, beschäftigt aber dennoch die Gerichte und produziert nicht unwesentliche Anwaltskosten. Hier ist also etwas Vorsicht geboten und ein kühler Kopf gefragt.


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