• Restaurant

skype 30   facebook 30   twitter 30  

Banner Dies und Das


10. Betrogen?

Man liest immer wieder, dass Neuzuwanderer betrogen würden, zumeist sogar von deutschen Landsleuten. Zugegebenermassen tummeln sich in Paraguay eine Menge seltsamer Gestalten mit entsprechend zweifelhaftem Hintergrund. Aber ich persönlich denke, dass die meisten "Betrugsfälle" sich fast zwangsläufig ergeben, weil viele, nicht alle, Neuzuwanderer mit der inneren Einstellung kommen, sie wären hier Ansässigen überlegen. Man kennt alles, weiss alles, braucht im Prinzip keinen unabhängigen Rat. Man hängt sich in Projekte, von denen man nicht die geringste Ahnung hat wie z. B. Rinderzucht, Gastronomie, Aufforstung, Landwirtschaft und vertraut dementsprechend auf Muster-Rechnungen der Anbieter. Man lässt seinem Gefühl freien Lauf und forciert das Tempo, anstatt zuerst einmal die Richtung zu prüfen. Später dann erfährt man, dass andere in der gleichen Gegend für einen Bruchteil des Preises gekauft haben. Dass in dieser Gegend schlechte Anbaubedingungen für Kartoffeln herrschen, dass gerade dort der Baumwuchs unterdurchschnittlich ist, dass es bei der Rindermast viele Variablen und Unwägbarkeiten gibt, die die Rendite relativieren. OK. Und wo ist jetzt der Betrug? Wird erwartet, dass der Anbieter oder Verkäufer sein Produkt schlecht redet, die Risiken und Probleme in den Vordergrund stellt und somit die selbstverständlichen Aufgaben des Käufers oder Investors wahrnimmt? Es gibt Angebot und Nachfrage, und man kann an jeder Ecke, an jedem Haus Preise und Objekte im Angebot erfragen und sich so einen Überblick über Preise und Bedingungen verschaffen. Anschliessend nachzutreten und dem Vermittler oder Verkäufer, der in einem transparenten Markt ein gutes Geschäft gemacht hat, Betrug zu unterstellen, ist nicht immer gerechtfertigt. Aber wer gibt schon gern zu, selbst völlig übereilt, naiv, unwissend und - ja, sagen wir es doch ruhig - grosskotzig gehandelt zu haben. Wie auf der Reeperbahn. Man(n) begibt sich in Gefahr, lässt sich heiss machen, wird im Laufhaus auf die Schnelle um ein paar Hunderter erleichtert, und am Morgen danach kommt der Kater, und man unterstellt den aufreizenden Damen, die man gestern noch aus dem Milieu freikaufen wollte, unlautere Geschäftspraktiken. Etwas mehr Haltung ist manchmal angesagt und etwas mehr Mann/Frau in der Hose.


Schreiben Sie uns!

Rufen Sie uns an!

restaurant 424

Für Bestellungen oder Anfragen

Telefon: 0984 - 405.232

eMail: info@schwarzwalddoerfle.com

Aus unserer Küche

Menü
Empanadas
Herbert