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5. Ich suche Schutz und Landsmannschaft anderer Deutscher

Eigentlich naheliegend. Andererseits - rückblickend betrachtet - naiv. Auch dieses Thema ist weitläufig, so daß ich mich auf ein paar wenige Punkte beschränken will.

Paraguay ist ein atemberaubendes Land, viel größer als Deutschland, und die "deutschen" Siedlungsgebiete machen einen winzigen Teil aus. Warum sollte ich mich, ohne das Land bereist zu haben, darauf festlegen, Grund und Boden (teurer als anderswo) kaufen und mich in den Kreis integrieren, aus dem ich eigentlich doch ausbrechen wollte?

Wenn Sie sich in Paraguay integrieren wollen, meiner Ansicht nach die Basis für ein glückliches Leben hier, und wenn Sie über die Zugehörigkeit zum Deutschen Skatclub, dem Deutschen Sportverein und dem Kegel- oder Tennisverein hinausgehen wollen, dann wäre es vermutlich angebrachter, in einer Region zu siedeln, wo man mehr unter Paraguayern ist. Auch der Sprache und der kulturellen Integration ist das ganz sicher zuträglicher.

Wer erst einmal erfahren hat, daß man in Independencia eigentlich auch ohne ausländische Sprachkenntnisse zurecht kommt, der wird träge und lernt weder Spanisch noch Guaraní. Damit verschließen sich dann aber auch Türen zum wirklichen paraguayischen Leben mit seinem Zauber, seinen Anekdoten und Fabeln, seinen Festen, seiner Religion, seinen Witzen, ...

Es gibt den Spruch "Hüte Dich vor Sturm und Wind und Deutschen, die im Ausland sind." Wenn Sie der Ansicht sind, in Paraguay eine eingeschworene Landsmannschaft vorzufinden, die Ihnen beim Start Halt gibt und Ihre Projekte, Geschäftsideen und Ihren Erfolg unterstützt, fördert und mitträgt, dann muß ich Ihnen leider sagen, daß Sie sich von diesen Hoffnungen möglichst schnell verabschieden und wieder auf den Boden der Tatsachen kommen sollten.

Wenn Sie bei Ihrer Geschäftsidee oder für Ihr Einkommen in Paraguay auf hier lebende oder neu zuwandernde Landsleute vertrauen, dann wackelt Ihr Geschäftsmodell bedenklich. In der Regel werden Sie dagegen bestenfalls auf Zurückhaltung treffen, häufiger auch auf Mißgunst, Neid und Schadenfreude, wenn Ihr Start nicht ganz so reibungslos abläuft. Wer gibt auch schon gern zu, daß er selbst nichts auf die Beine bekommt, sich total verkalkuliert hat oder gescheitert ist. Da kann und darf es einfach nicht sein, daß der Nachbar oder Neuling mit seiner Idee und seinem Einsatz Erfolg hat. Ist ja auch nicht schön, weiterhin als häßliches Entlein dazustehen, während nebenan der schöne Schwan heranwächst. Zudem ist es bedeutend einfacher, Ideen und Investitionen anderer kaputt zu reden, lächerlich zu machen oder ganz offen zu sabotieren (Blogs sind übrigens ein tolles Instrument dafür), als selbst etwas Beständiges und Schönes zu schaffen. Ein Podium dafür findet sich immer, wenn man weit genug unten fischt.

Ich meine damit ausdrücklich nicht die sogenannten Kolonisten, Deutschstämmige, die seit Generationen hier leben, i. d. R. Land- und Viehwirtschaft betreiben, die paraguayische Mentalität und Lebensweise verinnerlich haben und über die Jahrzehnte feste Bindungen untereinander aufgebaut haben. Diese ähneln in ihrem Auftreten und Konsumverhalten glücklicherweise eher unseren paraguayischen Gastgebern.

Sind Sie etwa stolz auf Ihre Arbeit, Ihr Vorankommen, Ihren Einsatz unter erschwerten Bedingungen oder andere Sekundärtugenden, und wollen Sie das mitteilen, die Freude daran teilen? Tun Sie das lieber nicht. Facebook kann teuflisch sein. Ich kenne Leute, die das aus einem Impuls heraus unvorsichtigerweise getan haben, vielleicht auch als Leitfaden für andere, die vor ähnlichen Problemen stehen oder einfach, um sich selbst zu motivieren. Vielleicht ernten Sie dafür sogar etwas lauen Zuspruch.

Viel wahrscheinlicher, so gut wie sicher aber ist, daß Ihre Texte auf Rechtschreibfehler, Ihre technischen Erklärungen auf den Sachverstand untersucht werden (dafür wird dann auch gern mal gegoogled), der legale Erwerb der eingesetzten finanziellen Mittel oder generell Ihre Motive für soviel "Protzerei" öffentlich (Facebook) hinterfragt werden. Viele Gestrandete, Gescheiterte und Enttäuschte werden Ihre Freude an der eigenen Leistung und am erarbeiteten Erfolg als Finger in der Wunde und anmaßenden Angriff auf die eigene Unzulänglichkeit in puncto Aufbauarbeit verstehen. Um die Ecke gedacht? Na, dann probieren Sie es doch einfach einmal. Sie können bei FB sehr gut verfolgen, wie sich der Ton der Kommentare ändert.


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